• Zwei Jahre muss der Marokkaner ins Gefängnis. Dass er einen Selbstmordanschlag geplant hat, bestritt er vor Gericht. (c) Frank Vacik

Zwickauer Amtsgericht verurteilt IS-Anhänger zu zwei Jahren Haft

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Er soll einen Selbstmordanschlag in Deutschland geplant haben, jetzt verschwindet der Marokkaner erstmal hinter Gittern. Das Zwickauer Amtsgericht verurteilte den 29-jährigen Abderrahman D. am Donnerstag zu zwei Jahren Haft - ohne Bewährung. "Das rechtsliebende Volk würde es nicht verstehen, wenn ich einen Gefährder freilassen würde", begründet Richter Noback seine Entscheidung.

Auf dem Handy des Mannes hatten Ermittler in arabischer Sprache eine Art Lehrbuch für Selbstmordattentäter gefunden. Darin Anleitungen z.B. zum Bau von Nagelbomben. Das gleiche Buch hat nach Aussagen einer Gerichtssprecherin auch der Terrorist Anis Amri (24) benutzt. Der Tunesier steuerte am 19. Dezember 2016 einen LKW auf den Berliner Weihnachtsmarkt und tötete elf Menschen.

Vor Gericht hat Abderrahman D. bestritten, einen Anschlag geplant zu haben. "Ich bin glücklich in Deutschland und ich wünsche dem Deutschen Volk alles Gute", sagte er. Die anderen Anklagepunkte (Urkundenfälschung, unerlaubter Aufenthalt) gestand der Mann.