• Bei nur einer Nein-Stimme und einer Enthaltung stimmte der Stadtrat für das Ende des Haustarifs am Theater und einen verlängerten, geänderten Grundlagenvertrag. © Redaktion

Zwickau beendet Haustarifvertrag für Theaterleute - zieht Plauen mit?

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Die Theaterbeschäftigten sollen ab Januar wieder voll bezahlt werden und somit auch wieder häufiger spielen. Der Stadtrat in Zwickau hat am Donnerstag beschlossen, dass der Haustarifvertrag zum Jahresende - und damit zwei Jahre früher als mit der Gewerkschaft vereinbart - ausläuft. Die Personal-Mehrkosten sollen zum Großteil durch den "Kulturpakt" des Freistaates gedeckt werden. Sieben Millionen Euro will das Land ab 2019 an das Theater Plauen-Zwickau jährlich zahlen - bis 2022.

Ob es so kommt, liegt jetzt an Plauen. Aber ob er Stadtrat dort am 18. Dezember zustimmen wird, ist aus zwei Gründen fraglich: Erstens: Trotz der Kulturpakt-Zuschüsse müssen beide Städte bei einer Bezahlung nach Flächentarif mehr aufwenden als bisher. Für das ärmere Plauen ein Problem. Und zweitens: Mit dem ebenfalls am Donnerstag in Zwickau verabschiedeten, modifizierten Theater-Grundlagenvertrag verpflichtet sich Zwickau, seinen Anteil an der Theatergesellschaft auf 67 Prozent zu erhöhen und damit auch entsprechend mehr auszugeben, wodurch Plauen entlastet wird. Aber dass Zwickau dafür auch mehr Sitze im Aufsichtsrat beansprucht (7:3 statt bisher 5:5) , stieß in Plauen zuletzt auf Widerstand.

Fällt der neue Grundlagenvertrag in Plauen durch, droht das Ende des fusionierten Theaters, warnte Zwickaus Finanzbürgermeister Bernd Meyer.