• Am Montag beginnen die Arbeiten am Wasaplatz. Reinhard Koettnitz vom Straßen- und Tiefbauamt, DVB-Vorstand Andreas Hemmersbach und Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (v.l.n.r.) Foto: Rocco Reichel

Zwei Großbaustellen bremsen Autofahrer und DVB aus

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In der Stadt starten am Montag zwei große Baustellen, die sich vor allem auf Autofahrer und Fahrgäste der DVB auswirken. So wird die Kesselsdorfer Straße in Höhe der Zentralhaltestelle komplett gesperrt, da dort ein Fußgängerboulevard entsteht.

Autofahrer müssen zum Beispiel über die Werner Straße ausweichen. Dort wurden schon vor einiger Zeit Ampeln aufgestellt. "Die Ampelphasen werden bei Bedarf noch einmal geprüft und nach geregelt", sagte uns Reinhard Koettnitz vom Straßen- und Tiefbauamt.

Eine große Baustelle beginnt am Montag auch am Wasaplatz. Dieser wird neu gestaltet. Dort können keine Straßenbahnen mehr lang fahren, auch Autofahrer müssen sich auf Umleitungen einstellen.Betroffen sind allein mehr als 30 000 DVB-Fahrgäste täglich.

Hier können Sie die Informationen zum Wasaplatz nachlesen:

Neubau des Wasaplatzes beginnt am 14. Januar
Umleitungen der Dresdner Verkehrsbetriebe und eingeschränkter Autoverkehr

Im Rahmen des Projektes „Stadtbahn Dresden 2020“ weitet sich das Baufeld ab Montag, 14. Januar 2019, von der Oskarstraße bis zum Wasaplatz aus. Während der Bauarbeiten sind die Lockwitzer Straße und Wasastraße für den Durchgangsverkehr gesperrt. Der Wasaplatz kann über die Caspar-David-Friedrich-Straße und Kreischaer Straße erreicht werden. Als zusätzliche Alternative gibt es eine Durchfahrt über August-Bebel-Straße und Franz-Liszt-Straße. Dazu wird vorher die vorhandene Bushaltestelle verlegt. Die Verkehrsführung der Buslinien 61, 63, 75 und 85 ändert sich. Die Straßenbahnlinien 9 und 13 werden geteilt.

Ab 4 Uhr treten folgende Umleitungen in Kraft:

Linie 9: Verkehrt von Kaditz kommend wie bisher durch die Innenstadt, über Hauptbahnhof Nord bis zum Lennéplatz. Von dort aus geht es als „13“ weiter über Straßburger Platz, Sachsenallee nach Mickten.

Linie 13: Verkehrt von Mickten planmäßig bis Straßburger Platz und weiter zum Lennéplatz. Von dort aus fahren die Wagen als „9“ über Hauptbahnhof Nord nach Kaditz.

Linie 9/13: Im Osten pendeln die Bahnen als Linie 9/13 von Prohlis über Reicker Straße bis zum Gleisdreieck Hugo-Bürkner-Straße.

EV 9/13: Zwischen Hugo-Bürkner-Straße und Lennéplatz sind Busse als Ersatz unterwegs. Sie fahren über Cäcilienstraße, Altstrehlen und Franz-Liszt-Straße.

Linie 61: Wird zwischen Caspar-David-Friedrich-Straße und Tiergartenstraße über August-Bebel-Straße und Franz-Liszt-Straße umgeleitet.

Linie 63: Fährt Umleitung zwischen Gostritzer Straße und Karcherallee über Lockwitzer Straße, Cäcilienstraße und Rayskistraße.

Linie 75: Verkehrt zwischen Wilhelm-Franke-Straße und Lennéplatz über Teplitzer Straße. In Richtung Stadtzentrum fahren die Busse zunächst über Lockwitzer Straße bis zur Einmündung Lenbachstraße.

Linie 85: Wird zwischen Caspar-David-Friedrich-Straße und Karcheralle umgeleitet. Rich-tung Striesen fahren die Wagen über August-Bebel-Straße, Franz-Liszt-Straße und Tiergartenstraße. Richtung Löbtau geht es über Rayskistraße, Altstrehlen und Heinrich-Zille-Straße.  

Im Zuge des Baufortschritts für die neue Stadtbahntrasse auf der Oskarstraße erhält nun auch der Wasaplatz sein neues Gesicht. Dafür erweitert sich das Baufeld auf die Lockwitzer Straße bis zur Einmündung Lannerstraße. Neben den Straßenbahngleisen, die auf der Lockwitzer Straße an die bereits rekonstruierte Trasse Richtung Hugo-Bürkner-Straße angeschlossen werden, sind auch sämtliche Versorgungsleitungen, die Fahrbahnen sowie die Fußwege zu erneuern. Für die Grünanlagen und das kleine Marktareal auf dem Wasaplatz gibt es Gestaltungswünsche, die im Zuge des Gleisbaus umgesetzt werden. Die Haltestellen für Busse und Bahnen entstehen barrierefrei. Sie werden komplettiert durch moderne Unterstände für Fahrgäste, Sitzgelegenheiten, elektronische Abfahrtstafeln und Ticketautomaten. Einschließlich der bereits begonnenen Trasse über Tiergartenstraße und Oskarstraße werden rund 1 100 Meter Doppelgleis sowie 116 Meter Einfachgleis für die Straßenbahn verlegt. Als Bauform kommt die so genannte feste Fahrbahn zum Einsatz. Dabei werden die Schienen vibrationsgedämmt auf einem Betonuntergrund befestigt. Diese Variante hat sich als leise und lange haltbar bewährt. Während abgefahrene Schienen später mit wenig Aufwand gewechselt werden können, bleibt der Untergrund bis zu 60 Jahre stabil. Voraussichtlich im Juni 2019 soll die Straßenbahn auf der neuen Trasse verkehren und dabei am Haltepunkt Strehlen den bequemen Umstieg von und zur S-Bahn herstellen. Nach der Freigabe folgen der Ausbau des Altgleises auf der Wasa- und Franz-Liszt-Straße und die grundhafte Erneuerung der Fahrbahnen und Gehwege in diesem Bereich.  

Infocontainer für Anwohner und Gewerbetreibende
Anwohner und Gewerbetreibende können sich mit Fragen, Wünschen oder Kritik immer donnerstags von 16 Uhr bis 18 Uhr im Infocontainer am Gustav-Adolf-Platz an die Vertreter der Oberbauleitung wenden. Alternativ kann auch eine E-Mail an oskarstraße@dvbag.de gesendet werden. Die vorübergehende Einschränkung der Zugänglichkeit von Läden oder Grundstücken wird im Vorfeld mit den Betroffenen abgestimmt.  

Hier finden Sie die Informationen zur Kesselsdorfer Straße:

Barrierefreie Haltestelle für Kesselsdorfer Straße  
Linien 1, 6, 7, 12 und 61 fahren Umleitung, Linie 42 bleibt zusätzlich im Einsatz

Am Montag, 14. Januar 2019, 4 Uhr beginnen die Bauarbeiten auf der unteren Kesselsdorfer Straße. Gemeinsam mit den Dresdner Verkehrsbetrieben (DVB) sowie Versorgungsunternehmen baut die Stadt Dresden eine barrierefreie Zentralhaltestelle und den vom Stadtrat beschlossenen neuen Fußgängerboulevard.  

„Die barrierefreie Zentralhaltestelle auf der Kesselsdorfer Straße erhält auf beiden Seiten eine optisch gefällige Überdachung mit einer Gesamtlänge von 51 Metern. Dazu kommen moderne Fahrgastunterstände, Sitzgelegenheiten, Fahrscheinautomaten sowie elektronische Abfahrtstafeln. Durch den Umbau zum autofreien Fußgängerboulevard wird der Zugang zum umweltfreundlichen ÖPNV dort für die Dresdner und ihre Gäste viel einfacher und attraktiver“, sagt Baubürgermeister Raul Schmidt-Lamontain.

Die Änderung der Verkehrsführung erläutert der Leiter des Dresdner Straßen- und Tiefbauamtes Prof. Reinhard Koettnitz wie folgt: „Autofahrer werden dauerhaft über Wernerstraße und Löbtauer Straße geleitet. Damit lässt sich ein ständiger Unfallschwerpunkt entschärfen. Im Jahr 2017 gab es im Bereich der unteren Kesselsdorfer Straße acht Zusammenstöße mit Straßenbahnen. Das ist der höchste Wert im DVB-Liniennetz. Auch Fahrgäste oder querende Fußgänger wurden an der alten Station oft verletzt.“  

DVB-Vorstand Andreas Hemmersbach fügt hinzu: „Mit werktäglich 29 600 ein- und aussteigenden Fahrgästen ist die „Tharandter Straße“ mit Abstand unsere bedeutendste Haltestelle im Dresdner Westen und liegt im Gesamtnetz nach Pirnaischer Platz, Postplatz und dem Hauptbahnhof auf Platz vier. Auch nach dem Umbau sollen dort die Straßenbahnlinien 6, 7 und 12 sowie die Buslinien 61, 63 und 90 halten.“
  
Vom Montag, 14. Januar bis voraussichtlich September 2019 sind folgende Umleitungen der Straßenbahn- und Buslinien nötig:  

Linie 1         Veränderte Linienführung. Fährt von Prohlis planmäßig bis Postplatz und dann weiter über Freiberger Straße bis zur Haltestelle „Saxoniastraße“.

Linie 6        Verkürzte Linienführung. Verkehrt von Niedersedlitz planmäßig über Albertplatz bis Bahnhof Mitte und fährt von dort weiter zum Postplatz.

Linie 7        Umleitung zwischen Ammonstraße und Amalie-Dietrich-Platz über Bahnhof Mitte, Löbtauer Straße, Pennricher Straße und Hebbelplatz

Linie 12        Fährt zwischen Postplatz und Leutewitz über Schweriner Straße, Bahnhof Mitte und Hamburger Straße. Ab Postplatz ersetzt sie die Linie 1.

Linie 42         Ist zusätzlich im Einsatz. Verkehrt von Gorbitz über Julius-Vahlteich-Straße, Kesselsdorfer Straße und Rudolf-Renner-Straße nach Leutewitz.

EV 7        Ersatzverkehr als Ringverkehr. Fährt von Wölfnitz über Kesselsdorfer Straße, Wernerstraße, zur Freiberger Straße und weiter über Haltestelle „Saxoniastraße“, Ebertplatz, Reisewitzer Straße, Wernerstraße und Kesselsdorfer Straße zurück nach Wölfnitz.

Linie 61        Endet von Bühlau kommend in Löbtau am Ebertplatz.

Linie 63        Umleitung Richtung Löbtau ab Tharandter Straße über Reisewitzer Straße.  

Linie 90        Die Buslinie wird von Gompitz kommend über Löbtauer Straße bis zum Bahnhof Mitter verlängert.

Ab Montag, 7. Januar 2019 gibt es auf der Freiberger Straße in Höhe Saxoniastraße eine Bauweiche. Sie sichert den Straßenbahnverkehr mit Zweirichtungsfahrzeugen auch während der sich dann anschließenden Bauarbeiten auf der Kesselsdorfer Straße. Fahrgäste, die aus dem Stadtzentrum nach Löbtau fahren möchten, können so bis kurz vor die Kreuzung Kesselsdorfer Straße/Tharandter Straße mitfahren.

Am Montag, 14. Januar 2019 beginnt der Ausbau der alten Straßenbahngleise auf der Kesselsdorfer Straße zwischen Tharandter Straße und Poststraße sowie die Demontage sämtlicher Fahrleitungsanlagen bis zur Bünaustraße. Dann können auch keine Autos mehr über den unteren Teil der Kesselsdorfer Straße fahren. Die Rekonstruktion des Verkehrszuges mit Neuordnung aller unterirdischen Versorgungsleitungen erfolgt in insgesamt neun unterschiedlichen Bauphasen. Auf der Kesselsdorfer Straße entsteht ein neuer Gleisabzweig in die schon fertige Löbtauer Straße. Für die Stromversorgung der Straßenbahn werden 15 Fahrleitungsmasten aus Stahl aufgestellt. Bis Ende September 2019 soll der Bau des rund 350 Meter langen Fußgängerboulevards mit Zentralhaltestelle fertig sein und die Straßenbahn wieder fahren können. Die Erreichbarkeit des Einkaufscenters und der Geschäfte während der Bauzeit wird laufend mit den Inhabern abgestimmt.

An der Kesselsdorfer Straße Ecke Gröbelstraße steht ein Infocontainer. Anwohner und Gewerbetreibende erreichen dort immer mittwochs von 16 bis 18 Uhr für ihre Fragen zum Projekt oder zum Ablauf einen Vertreter der Bauleitung. Alternativ lassen sich Fragen und Hinweise auch per Mail an service@dvbag.de senden.

Die Bauarbeiten begannen bereits am 18. Juni 2018 mit Erneuerungen auf der südlichen Löbtauer Straße. Die Umgestaltung der Kesselsdorfer Straße ist Bestandteil des aktuellen städtischen Projektes „Stadtbahn Dresden 2020“, das eine moderne Straßenbahnverbindung zwischen Löbtau und Strehlen vorsieht und die überlastete Buslinie 61 stufenweise ablösen soll. Die Kosten für den Bauabschnitt am Knotenpunkt Kesselsdorfer Straße / Löbtauer Straße belaufen sich auf insgesamt 6,3 Millionen Euro.