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Zugedröhnt gegen Zollauto - Mann aus Schmölln-Putzkau verurteilt

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Ein Mann aus Schmölln-Putzkau hat das Leben von zwei Zöllnern aufs Spiel gesetzt und  einen Fußgänger fast überfahren. Fast wäre er dafür ins Gefängnis eingefahren. Das Amtsgericht Bautzen verurteilte den 38-Jährigen gestern zu zwei Jahren auf Bewährung und einer stationären Drogentherapie.  

Der gelernte Bäcker war mit dem Auto zugedröhnt aus Tschechien gekommen. Ein zivile Zollstreife wollte ihn kontrollieren.  Der Angeklagte raste davon, überholte bei Gegenverkehr,  bremste abrupt ab. Die Streife knallte gegen das Heck des Mitsubishi. Ein Zöllner stieg aus. Daraufhin setzte er zurück. Der Beamte bekam die geöffnete Beifahrertür in die Seite. Er hatte Glück, blieb unverletzt.  Und noch ein Rums. Dann war Schluss.  Die beiden Zöllner holten den Autofahrer in Steinigtwolmsdorf mit gezogenen Dienstpistolen aus dem Wagen, fixierten ihn am Boden. 

Er habe nur noch gelallt, schilderte der Zöllner. Kein Wunder:  Der Angeklagte war vollgepumpt mit Crystal. „Ich habe ´panne´reagiert“, gestand er kleinlaut. Nun aber will er sein Leben endlich in Griff bekommen und  sich in Therapie begeben. „Wenn nicht, müssen  Sie ins Gefängnis. Sie sind jetzt am Zug.  Das  Urteil schwebt wie ein Damoklesschwert über Ihnen“, sprach ihm Richter Dirk Hertle ins Gewissen.