Zimmermann sieht Heilbäder in der Corona-Pandemie benachteiligt

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Die Bundestagsabgeordnete Sabine Zimmermann (Linke) sieht Sachsens Kur- und Heilbäder in der Corona-Krise stark benachteiligt. Ihre gesundheitliche Bedeutung sei bei den Corona- Maßnahmen nicht ausreichend beachtet worden, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur in Dresden. Vor allem aber fehle es an finanzieller Unterstützung. «Hier hat die sächsische Staatsregierung versagt. Sie sollte sich Thüringen zum Vorbild nehmen. Dort erhielten die Heilbäder schon vor der Pandemie einen regelmäßigen Lastenausgleich.» In Sachsen hätten Kommunen mit Darlehen und Zuschüssen aushelfen müssen, was kommunale Haushalte zusätzlich belastet habe.

«Auch der Bund hat die Heilbäder im Stich gelassen. Er verweist auf den Gewerbesteuerausgleich. Doch davon profitieren Kurorte kaum, weil sie ohnehin kaum Gewerbesteuereinnahmen haben», sagte Zimmermann. Zudem seien Unternehmen mit kommunaler Beteiligung, wie sie in den Heil- und Kurorten typisch sind, von den meisten Hilfsprogrammen ausgeschlossen - aus Sorge vor vermeintlicher Wettbewerbsverzerrung. (dpa)