"Zeichen für Toleranz und Weltoffenheit"

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Mit einem Festakt ist am Nachmittag das Kulturforum Görlitzer Synagoge eröffnet worden. Der 1911 errichtete Jugendstilbau wurde für mehr als zwölf  Millionen Euro saniert und restauriert. Die Synagoge wird fortan als Begegnungsstätte genutzt. 

Mit dem Ani Ma'amin "Ich glaube", mit dieser  klangvollen Einstimmung von Brückepreisträgerin Bente Kahan, wurde der Festakt eröffnet. Mit der Synagoge habe Görlitz ein Denkmal von nationalem Rang. Sie soll zu einem Haus der Begegnung, der Geschichte und der Kultur werden, sagte Oberbürgermeister Octavian Ursu. Görlitz stehe für Religionsfreiheit, Toleranz und Weltoffenheit.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters warnte   vor Antisemitismus. «Das Wiederaufblühen jüdischer Kultur ist das größte Geschenk der deutschen Nachkriegsgeschichte». Sie hoffe, dass dieser Ort das Verantwortungsbewusstsein der Besucher schärfe.

Ein architektonisches Juwel sei wiedererstanden, sagte Michael Hurshell von der Jüdischen Gemeinde zu Dresden. Für ihn ist die Restaurierung ein Zeichen der Erneuerung und des gesellschaftlichen Dialags.

Der Davidsten soll voraussichtlich im nächsten Jahr wieder auf der Kuppel errichtet werden. Dafür waren über 70.000 Euro gespendet worden.

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Reporter Knut-Michael Kunoth