Zahlreiche Proteste in Sachsen gegen Corona-Politik aufgelöst

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In zahlreichen Städten in Sachsen haben Tausende Menschen am Montagabend gegen die aktuelle Corona-Politik protestiert. Weil nur maximal 10 Menschen zusammenkommen dürfen, hat die Polizei Versammlungen aufgelöst.

In Dresden hat es einen Auto-Korso vom Parkplatz an der Ammonstraße aus gegeben. Die Polizei hat ihren Angaben zufolge einen Korso der Initiative «Querdenken 351» mit 95 Fahrzeugen begleitet. In Zittau seien eine Versammlung mit 150 Menschen und in Görlitz ein Auflauf von 250 Menschen von der Polizei beendet worden, hat eine Polizeisprecherin unserem Sender gesagt.

In Bautzen hätten Polizei und Bundespolizei 350 Versammelte nachdrücklich aufgefordert, den Kornmarkt zu verlassen. Ein Beamter sei verletzt worden; es werde ermittelt wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte. In Radeberg hätten 40 Menschen Weihnachtslieder gesungen. Auch in Neugersdorf, Neustadt in Sachsen, Pirna, Sebnitz, Riesa und Großenhain habe es Versammlungen gegeben.

In Zwickau haben sich etwa 250 Menschen zu einem Spaziergang in Bewegung gesetzt. Auf einem Plakat stand „Freiheit ist das Einzige, was zählt.“ Die Polizei hat den Demonstrationszug gestoppt. In Freiberg haben etwa 700 Menschen immer wieder das Steiger-Lied gesungen. Es ist auch skandiert worden "Kretschmer muss weg". In Chemnitz hat die Polizei eine Corona-Demo mit Hunderten Menschen und linken Gegenprotest mit 27 Teilnehmern aufgelöst.

In Leipzig haben etwa 20 Menschen Kerzen vor dem Neuen Rathaus abgestellt und sich danach in kleinen Gruppen entfernt. Das sagte uns Polizeisprecherin. Zehn Menschen sammelten sich zum Gegenprotest. Laut der Sprecherin verlief der Abend ohne Zwischenfälle. 

 

Viele Hundert, möglicherweise auch 1000, marschieren durch #Freiberg, skandieren, pusten in Trillerpfeifen. Masken trägt so gut wie niemand. Die Polizei lässt sie gewähren. Gewalt soll es der Sprecherin zufolge nur geben, wenn Protestierende zuerst auf Beamte losgehen. #Sachsenpic.twitter.com/3iaZlFZjdy

— Franziska Klemenz (@FreieReporterin) November 29, 2021