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Zahl der Waschbären hat sich in Sachsen mehr als verdreifacht

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Der nordamerikanische Waschbär breitet sich in Deutschland immer mehr aus - vor allem in Sachsen. Das meldet am Donnerstag die "Bild"-Zeitung. Gegenüber 2006 hat sich das Verbreitungsgebiet in der Bundesrepublik mehr als verdoppelt.

Der Deutsche Jagdverband warnt davor, dass die Allesfresser z.B. die ohnehin schon seltenen Sumpfschildkröten bedrohen. Die putzigen Bären würden auch Uhus ihre Brutplätze streitig machen. Die EU fordert, dass invasive - also eindringende - Tier- und Pflanzenarten bekämpft werden, um heimische Arten vor Verdrängung zu schützen.

Am stärksten ist seit 2006 die Waschbären-Population in Sachsen gestiegen - nämlich um 345 Prozent. Das heißt, ihre Zahl hat sich im Freistaat fast verdreieinhalbfacht. Auf Platz zwei liegt Mecklenburg-Vorpommern mit einem Plus von 323 Prozent, gefolgt von Sachsen-Anhalt mit 117 Prozent.