• Sebastian Vogel, Chef des Schweinepest-Krisenstabs in Sachsen

  • Nur ein fester Zaun ist eine Barriere für Wildschweine. THW-Helfer beim Zaunbau in der Nähe von Krauschwitz im Kreis Görlitz. Archivbild

  • Jeder blaue Punkt steht für ein in im Kreis Görlitz infiziertes Wildschwein. Vor wenigen Tagen wurde ein weiterer Punkt bei Radeburg (Kreis Meißen) eingezeichnet.

"Wir können die Schweinepest in Sachsen nur bremsen"

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Sachsen verstärkt den Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest. In Kürze werden weitere 150 Kilometer fester Wildzaun errichtet, u.a. im Kreis Bautzen als Barriere nach Westen. Weitere 150 Kilometer sind geplant. Außerdem sollen noch mehr Wildschweine erlegt werden. Sie übertragen den Erreger.

 Die Ausbreitung der  Schweinepest  könne aber mit Zäunen allein nicht aufgehalten werden –  sondern nur gebremst. Die Seuche werde den Freistaat mindestens noch fünf Jahre beschäftigen, sagte Krisenstableiter Sebastian Vogel heute bei einem Lokaltermin in Kodersdorf bei Görlitz.  Der Infektionsdruck aus Polen sei weiter groß. Seit Ausbruch der Seuche vor einem Jahr wurden 577 positive Fälle festgestellt.  Der Erreger ist  zwar für den Menschen nicht gefährlich, kann aber für Schweinezüchter ruinöse Folgen haben kann. 

Sachsen hat noch Glück. Bislang gab es keinen Fall auf einem Bauernhof.

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Reporter Knut-Michael Kunoth