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Weiter keine Spur zu vermisster Tramperin Sophia L.

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Leipzig -

Eine Woche nach dem Verschwinden der Studentin Sophia L. sind die Ermittler immer noch auf der Suche nach der jungen Frau. Die Polizei vermutet, dass die 28-Jährige getötet wurde. Wo sich das Opfer befinden könnte, ist aber noch unklar. Auch am Donnerstag wurde die Suche fortgesetzt, hieß es von der Staatsanwaltschaft Leipzig.

Sophia L. hatte vor einer Woche von Leipzig nach Bayern in ihre Heimatstadt Amberg trampen wollen. Dort kam sie aber nie an. Sie soll bei einer Tankstelle am Bierweg in Schkeuditz bei der A 9 in einen Lastwagen gestiegen sein. Danach verliert sich ihre Spur. Am Dienstag teilten die Ermittlungsbehörden mit, dass ein Mann in Spanien festgenommen wurde. Er sei dringend verdächtig, die Tramperin getötet zu haben. Die Polizei hat nahe der Fahrtroute des verdächtigen LKW nach der Vermissten gesucht, unter anderem in Lauf an der Pegnitz. Die Behörden machten jedoch auch am Donnerstag keinerlei Angaben zu den Suchaktionen. Berichten zufolge war in Mittelfranken am Fluss Pegnitz Schlauchboote im Einsatz. Auch zum Alter und zur Herkunft des Verdächtigen wurden von den Behörden keine Angaben gemacht. Medien hatten berichtet, dass es sich um einen 40-jährigern Fernfahrer aus Marokko handeln soll.

Familie von vermisster Tramperin wehrt sich gegen Hasskommentare

Familie und Freunde von Sophia L. sehen sich unterdessen rechten Hasskommentaren bis hin zu Morddrohungen ausgesetzt. Das sei unerträglich, erklärte der Bruder der Vermissten. "Wir möchten darauf hinweisen, dass die Nationalität eines möglichen Täters nichts mit seinen Taten zu tun hat", schrieb der Bruder der Vermissten am Donnerstag in einem Brief an die Medien. "Sophia ist in der Unterstützung von Geflüchteten aktiv und engagiert sich gegen Rechts. Sophia würde unter keinen Umständen wollen, dass auf ihre Kosten rassistische Hetze betrieben wird, wie es teils schon geschehen ist". Über Twitter bat der Bruder zudem um Hinweise auf seine Schwester. "Bitte haltet die Augen offen, bittet informiert die Polizei, wenn ihr sie irgendwo gesehen habt", heißt es in dem englischsprachigen Post. (mit dpa)