Warnstreik legt Bus- und Bahnverkehr lahm

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Zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage wird am Donnerstag der Nahverkehr in Chemnitz bestreikt. Die Gewerkschaft verdi hat die CVAG zum Arbeitskampf aufgerufen, er hat mit Beginn der Frühschicht um 4 Uhr begonnen und soll den ganzen Tag dauern.

Betroffen sind alle Straßenbahn- und fast alle Buslinien. Nur die Subunternehmen sind mit ihren Fahrzeugen unterwegs. Dort können voraussichtlich folgende Linien bedient werden: 39, 42, 43, 46, 49, 56, 63, 69, 79, 82, 89, 93, 96, S91 sowie alle Nachtlinien. Mit teilweise streikbedingtem Ausfall ist auf den Linien 41 und 86 zu rechnen. Die Citybahn ist von dem Warnstreik nicht betroffen.

Die CVAG-Service-Hotline 0371 - 2370-333 ist am Streiktag von 07:00 Uhr bis 19:00 Uhr besetzt. Das Mobilitätszentrum ist am Streiktag ganztägig geschlossen.

In dem Tarifstreit hatten die Arbeitgeber am Dienstag ein erstes Angebot vorgelegt. Es umfasst eine Tabellenerhöhung um 1,0 % ab 01.03.2021, weitere 1,0 % ab 01.03.2022 und weitere 1,0 % ab 01.03.2023. Zudem wurde angeboten, die Tabelle ab 01.07.2023 um weitere 1,2 % zu erhöhen, anstatt der Forderung zur Verkürzung der Arbeitszeit nachzukommen. Verdi geht das aber nicht weit genug. Die Gewerkschaft fordert Nachbesserungen.

„Vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Nahverkehrsbetriebe und die kommunalen Haushalte ist das unterbreitete Arbeitgeberangebot an der Grenze des wirtschaftlich Vorstellbaren“, erklärt Jens Meiwald, Vorstand der CVAG und Vorsitzender des Gruppenausschusses Verkehrsbetriebe des KAV Sachsen. „Die Zurückweisung des Angebots durch Verdi ist der Bevölkerung nicht zu vermitteln, insbesondere denjenigen, die um ihren Arbeitsplatz bangen müssen oder ihn bereits verloren haben.“, so Jens Meiwald weiter. Ungeachtet der schwierigen Verhandlungen haben die Tarifvertragsparteien einen weiteren Verhandlungstermin für den 27. Oktober vereinbart.