• Przybylla bei einem Wahlkampf­auf­tritt auf dem Kornmarkt am 1. Mai. (c) Ralph Köhler

    Przybylla bei einem Wahlkampf­auf­tritt auf dem Kornmarkt am 1. Mai. (c) Ralph Köhler

Verstoßener Direktkandidat: AfD Zwickau von V-Leuten unterwandert

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Der von seiner eigenen Partei versto­ßene AfD-Direkt­kan­didat für die Bundes­tags­wahl, Benjamin Przybylla, sieht sich als Opfer einer Verschwö­rung. In einer fünfsei­tigen Erklä­rung kommt er zu dem Schluss, dass der Kreis­ver­band von V-Leuten unter­wan­dert sei mit dem Ziel der „Opera­tiven Zerset­zung“. In der Folge habe sich der Kreis­ver­band in einen „zu großen Teilen desor­ga­ni­sierten, niveau­losen Haufen von Leuten (...) trans­for­miert“.

Für die Aufnahme von Mitglie­dern macht Przybylla den amtie­renden Kreis­chef Frank Forberg verant­wort­lich. Unter ihm seien Reste des ebenfalls „mutma­ß­lich zersetzten Bürger­fo­rums Zwickau" aufge­nommen worden. Diese Leute hätten ermög­licht, dass Forberg selbst, dessen Frau als Schatz­meis­terin und der mittler­weile zurück­ge­tre­tene Kreis­chef Sven Itzek in den Vorstand wieder­ge­wählt wurden.

Forberg wies diese und weitere Anschul­di­gungen im Gespräch mit unserem Sender als „völlig falsch“ zurück.

Auf einem Parteitag am Wochen­ende hatte der AfD-Kreis­ver­band seinem Direkt­kan­di­daten Przybylla das Vertrauen entzogen, weil der eigen­mächtig eine Maidemo organi­siert hatte.