• Erzgebirge Aue ist im Auswärtsspiel beim 1. FC Nürnberg mit 1:4 unter die Räder geraten. (Foto: imago/Zink)

Veilchen kassieren deutliche Pleite in Nürnberg

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Der FC Erzgebirge Aue rutscht immer tiefer in eine sportliche Krise. Beim 1. FC Nürnberg verloren die Sachsen auch das dritte Pflichtspiel in der 2. Fußball-Bundesliga im Jahr 2018. 1:4 (0:1) hieß es vor 24 451 Zuschauern. Der Erfurter Kevin Möhwald (37. und 46.) hatte Nürnberg in Führung gebracht, Patrick Erras (71.) per Kopf und Tobias Werner (76.) sorgten für den klaren Sieg. Cebiou Soukou (72.) schoss für Aue den Ehrentreffer. Durch die erneute Pleite drohen die Sachsen auf einen Abstiegsplatz abzurutschen, sollten der SV Darmstadt und die SpVgg Greuther Fürth ihre Spiele gewinnen.

In der ersten Halbzeit entwickelte sich ein Spiel, das der zweiten Liga nicht würdig war. Es dauerte bis zur 37. Minute, bis überhaupt irgendetwas passierte. Die Nürnberger trugen einen Angriff mit Entschlossenheit und Elan nach vorne. An der Sechzehnerkante hatte der ehemalige RB Leipzig-Profi Federico Palacios die Übersicht, auf Möhwald zurück zu spielen. Der hatte im Radius von einem Meter keinen Gegenspieler um sich und schloss zur Führung ab. Es war der erste Torschuss des Spiels.

Die Auer wirkten verunsichert und passiv. Keine Ecke, kein Torschuss und keine Gelbe Karte in der ersten Halbzeit sind keine Zeichen für Kampf gegen den Abstieg. Das änderte sich auch im zweiten Durchgang nicht. Mario Kvesic verlor tief in der eigenen Hälfte den Ball, Möhwald hatte wieder zu viel Platz und konnte fast unbedrängt den zweiten Treffer erzielen.

Die Mannschaft aus dem Lößnitztal ließ weiter jedes Aufbäumen, jede Offensiv-Idee, jeden Einsatz vermissen und ergab sich ihrem Schicksal. Nach einem Eckball stieg Erras (71.) am höchsten und köpfte zum 3:0. Im Gegenzug kam etwas glücklich zum Ausgleich. Nach einem Pressschlag kam Soukou im Strafraum an den Ball und verkürzte.

Ganz kurz wirkte es so, als würde sich Aue nun gegen die drohende Niederlage stemmen. Noch dem war nicht so: Nach einem verlorenen Kopfballduell kam der eingewechselte Werner das erste Mal an den Ball und netzte für Nürnberg ein. Für Trainer Drews könnte es langsam eng werden.