• Gegenproteste wurden auf dem Leipziger Augustusplatz stationiert © Redaktion

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  • © Eric Pannier

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Update: Corona-Demo und Gegenproteste in Leipzig - «Lage nicht einfach»

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Zwei Wochen nach der „Querdenken“-Demo in Leipzig, die für Aufsehen gesorgt hat, sind am Samstag erneut hunderte Gegner der Corona-Maßnahmen in Leipzig zu einer Kundgebung zusammengekommen. Die wurde jedoch am Nachmittag kurzfristig abgesagt. Die gegensätzlichen Lager trafen daraufhin in der Innenstadt immer wieder aufeinander. Die Lage war zeitweise unübersichtlich, so die Polizei. Diese hat ein Großaufgebot eingesetzt, um die Kritiker der Corona-Politik und die Gegendemonstranten voneinander fernzuhalten.

"Genehmigte Versammlungen liefen friedlich und ruhig ab. Dann aber entwickelte sich eine dynamische Situation an mehreren Stellen der Innenstadt", sagte Polizeisprecher Olaf Hoppe. Das sei eine schwierige Situation für die Polizei gewesen. Bis zum Abend sei die Situation jedoch beruhigt worden.

Die angemeldete Kundgebung von Kritikern der Corona-Politik wurde am Nachmittag überraschend abgesagt, obwohl schon hunderte Menschen vor Ort waren. Der Versammlungsleiter der Kundgebung zog seine Anmeldung zurück, nachdem die Versammlungsbehörde sein "unvollständiges Attest zur Maskenbefreiung" nicht akzeptiert hatte. Die Polizei hatte zuvor bereits den Zugang abgeriegelt, weil der Platz mit 500 Personen seine Maximalkapazität erreicht habe. 

Parallel dazu gab es größere Gegenproteste. Das Aktionsnetzwerk «Leipzig nimmt Platz», das an drei zentralen Orten der Stadt Kundgebungen angemeldet hatte, sprach von bis zu 4000 Teilnehmern über den Tag. Diese hatten nach Veranstalterangaben friedlich gegen die Proteste der Gegner der Corona-Maßnahmen demonstriert. Nach der Absage der Corona-Demonstration verteilten sich verschiedene Gruppen in der Innenstadt.

Am frühen Abend kam es zu nicht genehmigten Spontanversammlungen. Im Bereich des Marktes und der Großen Fleischergasse versammelten sich mehrere hundert Gegner der Corona-Politik - in den angrenzenden Straßen die Gegendemonstranten, so die Polizei. Später ließ die Polizei die Corona-Gegner in kleinen Gruppen zum Bahnhof abziehen - Masken wurden dabei nur sporadisch getragen.

Die Polizei war mit Beamten aus mehreren Bundesländern und einem Polizeihubschrauber im Einsatz, dazu hatte sie u.a. Wasserwerfer aufgebaut. Zudem setzten die Beamten Sperrgitter ein.

Laut Polizei gab es auch Angriffe auf Einsatzkräfte - Details wurden aber zunächst nicht genannt. Eine endgültige Bilanz sei wohl erst am Sonntag möglich, so der Sprecher. Es sei jedoch zu Straftaten gekommen.

Die schließlich abgesagte Kundgebung an diesem Samstag war nicht von «Querdenken» angemeldet worden. (dpa)