• (Foto: T. Plunert)

    (Foto: T. Plunert)

Unbekannter spricht Schüler vor IBB-Schule in Striesen an - Update: Polizei gibt Tipps

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An der IBB Schule auf der Wittenberger Straße in Dresden-Striesen wird aktuell vor einem Mann gewarnt. Er hat am Montagmorgen nach Angaben des Schulleiters Schüler angesprochen. Eine Schülerin habe er aufgefordert, in sein Auto zu steigen. Eltern werden in einer Rundmail aufgefordert, ihre Kinder zu sensibilisieren und zu belehren.

Auch ein Erwachsener hatte den verwirrt wirkenden Mann beobachtet: der Unbekannte soll einen grauen Audi mit Dresdner Kennzeichen fahren, sagte Schulleiter André Klopsch auf unsere Anfrage. Der Polizei wurde der Fall gemeldet, Beamte wollen sich am Dienstag ein Bild machen und mit den betroffenen Schüler reden, hieß es.

Die Pressestelle der Dresdner Polizei teilte mit, dass das Revier Mitte heute die Schüler nicht mehr erreicht und deswegen morgen vor Ort sein wird. Näheres zum Fall könne man noch nicht sagen.

Immer wieder gibt es Meldungen zu verdächtigem Verhalten von Unbekannten vor Schulen. Manchmal sind es Missverständnisse oder Sprachbarrieren, die für einen komischen Eindruck sorgen. 2017 war eine 12-jährige Schülerin bei Leipzig in einem Transporter entführt worden, sie konnte per Handy Hilfe rufen. Kaum ein Dresdner wird außerdem den Fall der im Jahr 2006 entführten Stephanie vergessen, die über Wochen in eine Kiste eingesperrt und missbraucht wurde.

UPDATE 18.06.: Dresdner Polizei geht derzeit nicht von Straftatverdacht aus

Die Dresdner Polizei veröffentlichte am Dienstag eine Pressemitteilung zu den Vorfällen:

Die Dresdner Polizei geht aktuell einem Fall von verdächtigen Ansprechen nach.

Hinweisen zufolge sind zwei zwölfjährige Mädchen von einem Unbekannten vor einer Schule an der Wittenberger Straße angesprochen worden. Nach Bekanntwerden des Vorfalls nahmen Polizeibeamte mit der Schule Kontakt auf und sprachen mit den betroffenen Mädchen.

Nach bisherigem Ermittlungsstand wurden die beiden Kinder von einem älteren Herren angesprochen, der einen verwirrten Eindruck machte und aufgrund seiner undeutlichen Aussprache kaum zu verstehen war. Ein Straftatverdacht ergibt sich derzeit nicht.

Gleichwohl wird die Dresdner Polizei in der nächsten Zeit in diesem Bereich präsent sein.

Grundsätzlich sollte man mit Kindern über derartige Fälle offen reden. Auf Gefahren hinweisen und ihnen Möglichkeiten aufzeigen, damit umzugehen. Zu nennen wäre hier zum Beispiel das gezielte Ansprechen von Passanten. Gleichzeitig geht der Appel an mögliche Betroffene, sich sofort an die Polizei zu wenden. Nur so können wir derartigen Fällen schnell nachgehen.