• In vier Hallen sind Zehntau­sende Server unter­ge­bracht. Zwei weitere Hallen befinden sich im Bau. (c) Ralph Köhler, propic­ture

Terrorermittler beschlagnahmen gemietete Server in Falkenstein

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Wegen eines mögli­cher­weise mit Modell­flug­zeugen geplanten islamis­ti­schen Terror­an­schlags haben Ermittler am Dienstag auch Firmen­räume im vogtlän­di­schen Falken­stein durch­sucht. Das bestä­tigte uns die betrof­fene Hetzner Online AG mit Sitz in Baden-Württem­berg, die in einem Gewer­be­ge­biet im Ortsteil Sieben­hitz einen Datacen­ter­park betreibt.

Auf richter­li­chen Beschluss seien am Dienstag Kunden­server beschlag­nahmt worden, so Unter­neh­mens­spre­cher Chris­tian Fitz. Er erklärte dazu, dass Hetzner „ausschlie­ß­lich den Speicher­platz zur Verfü­gung stellt, jedoch für die Inhalte auf den Servern nicht verant­wort­lich ist und auch keinen Zugriff auf die dort gelagerten Daten hat.“ Man sei nicht verpflichtet, die Inhalte der Kunden­daten zu überprüfen.

Gegen die beiden Verdäch­tigen tunesi­scher Herkunft werde unter anderem wegen „Vorbe­rei­tung einer schweren staats­ge­fähr­denden Gewalt­tat“ ermit­telt, teilte die Bundes­an­walt­schaft am Dienstag in Karls­ruhe mit. In mehreren Bundes­län­dern und in Belgien durch­suchten Ermittler Wohnungen und andere Räumlich­keiten, sie stellten kisten­weise Beweis­ma­te­rial sicher. Wie weit die Anschlags­pläne bereits gediehen waren, kommen­tierte die Ankla­ge­be­hörde nicht. Festnahmen gab es keine.