Syrerin am Oberlandesgericht wegen Terror-Werbung zu Bewährungsstrafe verurteilt

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Eine 37-jährige Syrerin ist am Donnerstagvormittag am Oberlandesgericht Dresden wegen des Anwerbens von Unterstützern für die Terrororganisation IS zu einer Bewährungsstrafe von 15 Monaten verurteilt worden. Zudem muss die Frau einen Deutschkurs belegen, entschied das Gericht. Möglicherweise verliert sie auch ihren Status als anerkannter Flüchtling, teilte Gerichtssprecherin Gesine Tews mit.

Die Frau war vergangenes Jahr in Pieschen festgenommen worden. Sie soll versucht haben, per WhatsApp einen 17-jährigen für den IS anzuwerben. Die Frau habe den jungen Mann darin bestärkt, IS-Mitglied zu werden, hieß es. Er hatte sich bereits vorher dazu entschieden, sich dem IS anzuschließen. Der Mann wurde in einem gesonderten Verfahren zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und 9 Monaten verurteilt, da er einen Anschlag in Dresden erwogen hatte.