Suu Kyi sagt Teilnahme an UN-Vollversammlung ab

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  • Musli­mi­sche Demons­tranten protes­tieren in Kolkata gegen Aung San Suu Kyi und gegen die Gewalt gegen­über den Rohin­gyas in Myanmar. (zu dpa «Rohingya-Rebellen in Myanmar. Foto: Kol-SM/PTI

  • Trotz des klaren Wahlsiegs ihrer Natio­nalen Liga für Demokratie befindet sich Suu Kyi in einer schwie­rigen Lage. Foto: Mark Schie­fel­bein

  • Indische Muslime protes­tieren in Kalkutta gegen die Unter­drü­ckung der Rohin­gyas in Myanmar - und gegen Friedens­no­bel­preis­trä­gerin Aung San Suu Kyi. Foto: Bikas Das

  • Endlich in Sicher­heit: Rohingya-Flücht­linge haben die Grenze zwischen Bangla­desh und Myanmar überquert. Foto: Md. Mehedi Hasan/Pacific Press via ZUMA Wire

  • "Stoppt den Völker­mord": Muslime demons­trieren in Neu Delhi gegen die anhal­tende Gewalt in Myanmar. Foto: N D-KK/PTI

  • Grenz­soldat in einem Flücht­lings­lager für Rohin­gyas an der Grenze zwischen Bangla­desch und Myanmar. Foto: Md. Mehedi Hasan/Pacific Press via ZUMA Wire

  • Ein Mitglied der musli­mi­schen Minder­heit der Rohin­gyas protes­tiert unter Tränen vor der Botschaft von Myanmar im malay­si­schen Kuala Lumpur gegen die Unter­drü­ckung und Gewalt gegen­über der Volks­gruppe in Myanmar. Foto: Daniel Chan

  • Ein Rohingya-Kind steht im bangla­de­schi­schen Ukhia an einem Holzzaun im Flücht­lings­lager Kutupa­long, nachdem es kurz zuvor die Grenze von Myanmar nach Bangla­desch überquert hat. Foto: Bernat Armangue

  • Diese Zelte in Kutupa­long im Bezirk Cox's Bazar (Bangla­desch) wurden von Rohingya-Flücht­lingen als provi­so­ri­sche Unter­kunft errichtet. Foto: Nazrul Islam

  • Rohingya-Flücht­linge umringen einen Lastwagen mit Hilfs­gü­tern. Foto: Nazrul Islam

  • Etwa 300 000 Rohingya sind nach neuesten Schät­zungen aus Myanmar ins bitter­arme Nachbar­land Bangla­desch geflohen. Foto: Nazrul Islam

  • Sie haben nichts mehr: Flücht­linge der Rohingya tragen eine alte Frau über einen schlam­migen Weg, nachdem sie die Grenze zwischen Bangla­desch und Myanmar überquert haben. Foto: Md. Mehedi Hasan/Pacific Press via ZUMA Wire

Rangun (dpa) - Myanmars Regierungschefin Aung San Suu Kyi hat ihre Teilnahme an der diesjährigen UN-Vollversammlung in New York abgesagt. Dies teilte ein Regierungssprecher in Rangun mit, ohne nähere Gründe zu nennen.

Die Friedensnobelpreisträgerin steht international wegen des brutalen Vorgehens von Myanmars Sicherheitskräften gegen die muslimische Minderheit der Rohingya massiv in der Kritik. Suu Kyi führt seit vergangenem Jahr in dem südostasiatischen Land als «Staatsrätin» praktisch die Regierung.

Nach Angaben der Vereinten Nationen sind mittlerweile etwa 370.000 Rohingya aus Myanmar ins Nachbarland Bangladesch geflohen. Suu Kyi äußerte sich bislang kaum zu der Verfolgung. Sie machte «Terroristen» für den Konflikt verantwortlich. An der UN-Generaldebatte am Sitz der Vereinten Nationen in New York nehmen alljährlich im September Staats- und Regierungschefs aus aller Welt teil. Heute will sich der UN-Sicherheitsrat mit der Lage in Myanmar befassen.

Im Vielvölkerstaat Myanmar, dem ehemaligen Birma, ist die große Mehrheit der Bevölkerung buddhistischen Glaubens. Die Rohingya gehören zur muslimischen Minderheit. Die jüngste Gewaltwelle hatte am 25. August mit Angriffen von Rohingya-Rebellen auf Polizei- und Militärposten in der Unruheprovinz Rakhine begonnen. Die Rohingya sind staatenlos, seit das damalige Birma ihnen 1982 die Staatsbürgerschaft aberkannte. Vor der aktuellen Massenflucht waren bereits rund 400.000 von ihnen nach Bangladesch geflohen.