• Ab Oktober nehmen Wind und Stürme zu. Der Grund sind die jährlich auftretenden Temperaturunterschiede zwischen den nördlichen und südlichen Ländern.

     

Sturmtief "Ignatz" nimmt Kurs auf Sachsen

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Über dem Atlantik braut sich der erste kräftige Herbststurm zusammen. Uns steht turbulentes Wetter mit kräftigen Windböen bevor. In der Nacht zum Donnerstag nähert sich ein kleines, aber kräftiges Sturmtief. Bereits in der zweiten Nachthälfte legt der Wind zu. Am Donnerstagvormittag erreicht Tief "Ignatz" dann auch den Freistaat.

Laut Meteorologe Björn Goldhausen von WetterOnline liegen die Böen zwischen 70 und 90 Kilometer pro Stunde, in Schauer- und Gewitternähe seien auch schwere Sturmböen bis zu 100 km/h drin.  Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Orkanböen mit bis zu 130 km/h auf dem Fichtelberg. 

Nach dem Sturm kommt der Temperatursturz. Die Tageshöchstwerte sollen am Samstag in Sachsen nur noch zwischen 3 und 10 Grad Celsius liegen. In den höheren Lagen sind dann auch Schneeschauer möglich.

Warum stürmt es so oft im Herbst ?

Dass ab Oktober Wind und Stürme zunehmen, liegt an den jährlich auftretenden Temperaturunterschieden zwischen den nördlichen und südlichen Ländern. Während hierzulande im Herbst der erste Frost entsteht, sind das Mittelmeer und die angrenzenden Länder oft noch sehr warm. Björn Goldhausen erläutert: „Unterschiedliche Temperaturen zwischen verschiedenen Orten bewirken auch Unterschiede im Luftdruck. Diese Druckunterschiede werden durch Luftbewegungen ausgeglichen, die wir als Wind spüren. Im Prinzip ist Wind nichts anderes als die Bewegung der Luft – und vor allem im Herbst gibt es viel davon.“ 

Windgeschwindigkeiten richtig einordnen

Windgeschwindigkeiten werden üblicherweise nach der sogenannten Beaufortskala von 0 bis 12 angegeben – entwickelt vom gleichnamigen britischen Wissenschaftler Sir Francis Beaufort. Eine leichte Brise wird mit Windstärke 2 klassifiziert und entspricht einer Windgeschwindigkeit von sieben bis 13 Stundenkilometern. So schnell bewegt man sich ungefähr joggend fort. Der Wind bei einem Sturm ist etwa 75 bis 89 km/h schnell – Windstärke 9. Bei Windstärke 10 spricht man von einem schweren Sturm, bei 11 von einem orkanartigen Sturm. Stürme mit Geschwindigkeiten von 118 Stundenkilometern und mehr erreichen Windstärke 12 und heißen Orkan. Der Wind bewegt sich dann so schnell wie ein Auto auf der Autobahn.