• Eine Fichte krachte zwischen Geyer und Elterlein auf die S 222. © extremwetter.tv

    Eine Fichte krachte zwischen Geyer und Elterlein auf die S 222. © extremwetter.tv

  • Das Sturmtief bringt auch den Winter ins Erzgebirge zurück. In Zwönitz waren es Montagmorgen 2 Zentimeter Neuschnee. © André März

    Das Sturmtief bringt auch den Winter ins Erzgebirge zurück. In Zwönitz waren es Montagmorgen 2 Zentimeter Neuschnee. © André März

  • Auf der S 258 bei Zwönitz drehte sich zeitweise kein Rad. © extremwetter.tv

    Auf der S 258 bei Zwönitz drehte sich zeitweise kein Rad. © extremwetter.tv

Sturmtief Eberhard wütet im Erzgebirge

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Sturmtief „Eberhard“ hat in der Nacht zu Montag im Erzgebirge heftig gewütet und hohen Sachschaden hinterlassen. Bäume stürzten um, es gab Stromausfälle. Nahezu jede Feuerwehr wurde nach 20 Uhr zum Einsatz gerufen. Die Chemnitzer Notrufzentrale, die auch für den Erzgebirgskreis zuständig ist, war zeitweise überlastet, Anrufer kamen nicht durch. Bis Montagmorgen gingen über 500 Notrufe ein, davon 95 im Erzgebirgskreis.

Bei Bad Schlema fiel ein Baum auf ein fahrendes Auto. Dabei wurde ein 58-Jähriger verletzt. Eine Fichte war gegen 22 Uhr auf die S 222 zwischen Elterlein und Geyer gekracht. Verletzt wurde niemand. Mit zwei Kettensägen wurde sie entfernt.

In Chemnitz wurde das komplette Dach eines Pflegeheims abgerissen, landete auf Autos, in einem Park und verfing sich in der Turmspitze eines Mehrfamilienhauses. Das Gebiet wurde weiträumig abgesperrt. Auf der A 72 bei Geithain ist ein Laster durch eine Sturmböe umgekippt. Der Fahrer wurde schwer verletzt. Dabei hatte er extra aus Sicherheitsgründen auf dem Standstreifen angehalten. Die Autobahn Richtung Chemnitz musst voll gesperrt werden, weil der umgekippte Laster die Fahrbahn blockierte.

In Bergen im Vogtland waren Oberleitungen auf zwei Autos gefallen. Der Schaden hier beträgt 12.000 Euro.

Gegen Mitternacht wurde die Unwetterwarnung aufgehoben. Der gesamte Unwetterschaden konnte noch nicht beziffert werden. Hauptproblem sind die vielen umgestürzten Bäume auf den Straßen. Wie uns der Lagedienstführer in der Notrufzentrale sagte, kann es am Montagmorgen im Berufsverkehr zu erheblichen Behinderungen kommen. "Die Aufräumarbeiten werden noch sehr, sehr lange dauern".

Update 10:33 Uhr

Die Rückkehr des Winters hat Autofahrern im morgendlichen Berufsverkehr zu schaffen gemacht. Querstehende LKW sorgten für kilometerlange Staus. Besonders betroffen war der Zubringer von Scheibenberg-Stollberg  zur A 72. Auf der S 258 bei Zwönitz standen reihenweise LKW quer. Wer Richtung A 72 wollte, brauchte über eine Stunde länger. Auf der B 101 bei Scheibenberg landete eine Autofahrerin im Graben. Teilweise gab es sogar einen Schneesturm.

Update 09:14 Uhr

Wie uns Paul Schaarschmidt, Sprecher vom Kreisfeuerwehrverband Erzgebirge sagte, hat sich die Einsatzlage während Sturm "Eberhard" in Grenzen gehalten. Die Kameraden seien vor allem wegen umgestürzter Bäume im Einsatz gewesen. Zustände, wie bei Orkantief Friederike letztes Jahr blieben aber aus, so Schaarschmidt. Dennoch würden die Aufräumarbeiten weiter viel Zeit in Anspruch nehmen.

Update 06:35 Uhr

Nach Sturm Eberhard kommt jetzt der Winter zurück ins Erzgebirge. Das Tief bringt kältere Luft mit. Die Temperaturen sanken am Montagmorgen in den Minusbereich, der Regen ging in Schnee über. Im oberen Bergland fielen an die vier Zentimeter Neuschnee, auf dem Fichtelberg sogar zehn Zentimeter. Autofahrer sollten sich deshalb im Berufsverkehr auf Straßenglätte einstellen.