Streit zwischen Verbraucherschützern und Kreissparkasse geht weiter

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Der Streit zwischen den Verbraucherschützern und der Kreissparkasse Bautzen geht weiter. Knapp zwei Monate nachdem die Bank eine mögliche Einigung in Aussicht gestellt hatte, seien die Gespräche nun schon wieder beendet, teilte heute die Verbraucherzentrale mit. 

Die Bank habe nach Ansicht der Verbraucherschützer mit einer Pressemeldung interne Informationen preisgegeben. Damit würden die Gespräche nun auf Eis liegen. „Mit großem Bedauern mussten wir gestern feststellen, dass die Sparkasse Bautzen während der ersten Sondierungen das Vertrauensverhältnis durch die Herausgabe einer Pressemeldung mit internen Informationen und deren negativer Bewertung nachhaltig beschädigt hat“, erklärt Andreas Eichhorst, Vorstand der Verbraucherzentrale Sachsen.

Auf Nachfrage bei der Kreissparkasse zeigte man sich allerdings verwundert. Vor gut zwei Wochen hätte die Verbraucherzentrale Sachsen den Verhandlungsfaden bereits wieder aufgenommen. "Die Verbraucherzentrale informierte uns u.a., dass aufgrund Urlaubszeit weitere Termine ab Anfang Juli möglich sind. Dieses Angebot nehmen wir selbstverständlich wahr.", teilte eine Sprecherin mit. Ab dem 4. Juli soll ein neuer Gesprächstermin vereinbart werden. „Wir sind daran interessiert, dass unsere Kunden schnell ihr Geld bekommen.“, heißt es weiter.  Auch das Kreditinstitut strebe einen Vergleich an.

Die Verbraucherschützer werfen der Bank vor, ihren Prämiensparern zu wenig Zinsen gezahlt zu haben - und zwar etwa 3.000 Euro pro Vertrag. Sie reichten Musterfeststellungsklage beim Oberlandesgericht Dresden ein. 320 Kunden schlossen sich an. Ein Urteil in diesem Fall steht aber noch aus.