Stadtrat diskutiert über Zukunft des Hotel Astoria

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Im Neuen Rathaus treffen sich am Mittwoch die Stadträte zu ihrer Oktober-Sitzung. Thema ist unter anderem die Zukunft des Hotels Astoria am Hauptbahnhof. Das Gebäude dient momentan lediglich als Werbefläche. Schon seit einiger Zeit ruhen die Bauarbeiten. Die AfD-Fraktion will nun mit einem Antrag erreichen, dass die wieder aufgenommen werden – mit Hilfe eines sogenannten Modernisierungsgebots. Die Stadtverwaltung hat aber schon abgewunken. Laut Baudezernat fehlen die rechtlichen Voraussetzungen. Denn das heruntergekommene Gebäude wird nicht modernisiert, sondern neugebaut. Deshalb greift das Gebot nicht.

Bei der Sitzung geht es auch um einige Personalentscheidungen. Vier hochrangige Posten werden neu besetzt. Die Ärztin Constanze Anders soll als Nachfolgerin von Gesundheitsamts-Leiterin Regine Krause-Döring gewählt werden, Referent Matthias Laube als neuer Leiter des Ordnungsamts. Auch zwei neue Geschäftsführer der Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft stehen zur Wahl. Der bisherige Finanz-Vorstand Kai Tonne und die Prokuristin Doreen Bockwitz wurden für die Posten vorgeschlagen. Das letzte Wort haben die Stadträte.

Auch über einen Antrag zu einer „Homeoffice-Option“ wird abgestimmt. In der Hochzeit der Pandemie musste der Stadtrat seine Sitzungen einige Zeit digital abhalten. Inzwischen wird wieder in Präsenz getagt, die Freibeuter fordern nun aber, dass jeder Stadtrat selbst entscheiden kann, ob er persönlich erscheint oder per Videokonferenz zugeschaltet wird. Die Grünen wollen das nur erlauben, wenn es besondere Gründe gibt. Die Verwaltung hält den Vorschlag aktuell noch für rechtswidrig, hat aber angekündigt, die Voraussetzungen dafür schaffen zu wollen.

Der Stadtrat entscheidet auch darüber, ob der Platz vor der Neuen Messe nach der ehemaligen DDR-Entertainerin Helga Hahnemann benannt wird. Stadtrat Thomas Kumbernuß aus der Links-Fraktion hat einen entsprechenden Antrag gestellt. In der Begründung heißt es, Hahnemann stehe für die „ostdeutsche Identität“ und unternahm „ihre ersten Schritte als Künstlerin in der Leipziger Pfeffermühle“. Vorgeschlagen wird, den Platz spätestens zum 30. Todestag Hahnemanns nach ihr zu benennen. Das wäre der 20. November. Die Stadtverwaltung schlägt einen Kompromiss vor. Der Platz soll zwar zunächst nicht umbenannt werden, Hahnemanns Name soll aber in den Namensvorrat für Straßen und Plätze aufgenommen werden.

Die vollständige Tagesordnung der Ratsversammlung finden Sie unter diesem Link.