• Nach einem Kurzschluss im Umspannwerk Süd hatten tausende Haushalte im Großraum Dresden keinen Strom

Stadtrat diskutiert über Blackout

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Bei der Stromerzeugung weiter auf Atomenergie setzten, auf erneuerbare Energien umstellen oder doch besser doch nicht – der Dresdner Stadtrat hat über den Mega-Stromausfall am 13. September kontrovers diskutiert. Die Freien Wähler hatten die aktuelle Stunde beantragt. 300.000 Haushalte in Dresden und Umgebung waren von dem Blackout betroffen, die Auswirkungen bei Unternehmen immens. Ein Folienballon war im Umspannwerk Süd gelandet und hatte einen Kurzschluss ausgelöst.  

In der Debatte wurde vor allem die Stabilität des Versorgungsnetzes im Störfall den Focus gerückt. Netzbetreiber Sachsen Netze will mit Partnern diskutieren, wie die Anlagen störungssicherer gemacht werden können. Einen hundertprozentigen Schutz vor einem Blackout gebe es nicht - weltweit.

Auch die Stadt will ihre Hausaufgaben machen. Ordnungsbürgermeister Detlef Sittel sieht den 13. September als "Weckruf". Es wurde gezeigt, wo Vorkehrungen getroffen wurden und wo nicht. Nun soll geprüft werden, wo die Auswirkungen besonders groß waren, um dann  nachzusteuern. Sittel mahnte Dresdner und Unternehmer aber zudem eindringlich zur Eigenvorsorge. 

Auch Dresdens oberster Katastrophenschützer, Andreas Rümpel, hatte direkt nach dem Blackout einen entsprechenden Appell ein Firmen, Krankenhäuser und Bürger gerichtet.