SPD fordert weitreichenden Lockdown für Sachsen

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Die sächsische SPD hat einen weitreichenden Lockdown im Freistaat gefordert, um die Corona-Pandemie unter Kontrolle zu bekommen. Der Bund müsse schnellstmöglich die Voraussetzungen schaffen, einen solchen Lockdown zu verhängen und auch durchzusetzen, verlangte Parteichef Henning Homann am Dienstag. Die Kontrollen müssten weiter ausgebaut werden, um "das systematische Unterlaufen der Regeln durch eine kleine, aber gefährliche Minderheit zu unterbinden".

"Das Gesundheitssystem ist überlastet, die Infektionszahlen erreichen jeden Tag neue Höchstwerte, die Zahl der Todesfälle nimmt rapide zu. Offensichtlich reichen die bisher ergriffenen Maßnahmen des Wellenbrechers nicht aus, auch weil sie nicht konsequent durchgesetzt werden", erklärte Homann. Nur mit der Impfung werde man die Pandemie überwinden, ergänzte die Parteivorsitzende Kathrin Michel. "Eine Pandemiebekämpfung nach Kassenlage darf es nicht geben. Wir sprechen uns zudem für die Einführung einer zunächst einrichtungsbezogenen Impfpflicht aus."

Zum Brechen der Welle seien jetzt Einschränkungen für alle Menschen in Sachsen notwendig, hieß es weiter. Es sei aber klar, dass es fortan eine konsequente und weitreichende Anwendung der 2G-Regelung geben müsse, bis die Pandemie wirklich vorüber ist. "Nur wer geimpft oder genesen ist, wird unter weitreichender Anwendung von 2G bzw. 2G plus am öffentlichen Leben teilhaben können." (dpa)