So tickt Sachsen - Die große repräsentative Umfrage

Wie tickt der Freistaat? Wir zeigen Sachsen unzensiert. Repräsentativ haben wir Menschen aus Sachsen zu allen Dingen des Lebens gefragt*. Ganz ernst: „Wie sehr vertraut Ihr der Polizei in Sachsen?“, „Wie glücklich seid Ihr?“ – aber auch ganz lustig: „Habt Ihr schonmal das Handy des Partners durchwühlt?“ Oder „Schonmal Nacktbilder verschickt?“

Wir finden raus: Pullern eher Männer oder Frauen in den Pool? Eher ältere oder eher jüngere? Eher die Leipziger oder die Menschen aus dem Erzgebirge? Und wer ist zufriedener im Job? Die Städter – oder die Menschen auf dem Land?

Unsere Zahlen sind echt, von Markforschern repräsentativ und exklusiv erhoben. Jeden Morgen um 7:20 Uhr gibt es bei den HITRADIO RTL Frühaufstehern ein neues Ergebnis unserer Studie! Unbedingt einschalten.

Tätowierte

Jeder zehnte Elternteil hat das Kind schon mal in krank in die KiTa gebracht

Das ist jedem mit Kindern schon mal passiert: Zu spät in den Morgen gestartet, ein stressiger Tag steht bevor und dann fängt das Kind an zu kränkeln. Jeder 10. bei uns in Sachsen mit Kindern, hat das Kind trotzdem schon mal in die KiTa gebracht. In Leipzig ist es sogar jede fünfte Frau, die das schon einmal getan hat. 

Fast jeder dritte Sachse ist schon mal fremdgegangen

Spitzenreiter beim Fremdgehen sind die Lausitzer, wo 33 Prozent zugeben, dass sie die Partnerin oder den Partner schon mal betrogen haben. In Leipzig und dem Erzgebirge ist es immerhin noch jeder Vierte. Im Vergleich der Geschlechter sind Männer tendenziell untreuer als Frauen. Während 27 Prozent der Frauen zugeben, den Partner schon mal mit einem anderen hintergangen zu haben, sind es bei den Männern sogar fast 40 Prozent. 

Mehr als die Hälfte der Befragten sagt, dass ihr Betrug danach nicht aufgeflogen sei und dass das auch so bleiben soll. Immerhin 25 Prozent geben an, ihr schlechtes Gewissen sei so stark gewesen, dass sie dem Partner den Seitensprung gebeichtet haben. 

Seid ihr schon mal fremdgegangen?

Großteil der Hundebesitzer lässt Häufchen nicht liegen

Bei unserer Umfrage haben wir Hundebesitzer gefragt: Mitnehmen oder liegenlassen? Um die 360.000 Hunde gibt es bei uns in Sachsen. In unserer Umfrage haben 14 Prozent der Befragten mit Hund gesagt, sie würden immer alles ordentlich mitnehmen. Besonders diszipliniert sind Hundebesitzer im Landkreis Zwickau und auch im Erzgebirgskreis

In den Großstädten bei uns in Sachsen ist der Anteil derer, die nur ab und an mal das Hundegeschäft mitnehmen oder sogar immer liegen lassen größer als auf dem Land, vor allem in Leipzig und Dresden. Theoretisch drohen bis zu 1.000 Euro Bußgeld, wenn ein Hundehalter erwischt wird.

Wenn ihr einen Hund habt, sammelt ihr die Haufen ein?


12 Prozent der Sachsen haben schon mal sexuelle Erfahrungen mit demselben Geschlecht gemacht

Jeder 8. Sachse hat schon mal sexuelle Erfahrungen mit demselben Geschlecht gemacht.12 Prozent sind's ganz genau, die das in unserer Umfrage gesagt haben.Das liegt übrigens ziemlich gut im deutschlandweiten Schnitt.

Sachsenweit die Ergebnisse bei dieser Frage ähnlich. Nur nicht in der Lausitz und Leipzig. In der Lausitz sind es nur 5 Prozent, ganz anders: Leipzig. Mehr als 20 Prozent der Leipziger sagen, sie hätten schon mal was demselben Geschlecht gehabt. Insgesamt ist der Anteil bei Frauen und Männern gleich groß

Jeder 8. Sachse hat schon mal einen wertvollen Fund behalten

 

Rund 80 Sonnenbrillen, ein Sonnenschirm, sowie eine Luftmatratze - diese Gegenstände haben Dresdner und Touristen allein im Juni und Juli in den Verkehrsmitteln liegen gelassen. Zudem seien 81 Jacken im Fundbüro abgegeben worden, berichtet die Stadt. In den Regalen der Fundbüros der großen Städte stapeln sich demnach jährlich Tausende Gegenstände - von Handschuhen und Schmuck bis zum Zahnersatz. Nach Angaben der Stadt haben sich in Dresden im Fundbüro in diesem Jahr bisher rund 6500 neue Fundsachen angesammelt. Vor allem Rucksäcke, Regenschirme, Schlüssel und Handschuhe. Das sei etwa so viel wie in den Vorjahren, heißt es.

2017 und 2016 waren es jeweils rund 12 500 Gegenstände, 2015 etwa 10 700. Einen Rollstuhl sowie einen Wagen zur Auslieferung von Zeitungen sind in einer Straßenbahn beziehungsweise im Bus zurückgelassen worden. "Ob die Sachen dort wirklich vergessen oder ob sie entsorgt wurden, ist offen", sagt Nora Jantzen vom Presseamt. 2016 waren auch mal ein Vogelbauer dabei - ohne Vogel - sowie ein Hometrainer, 2017 eine Zahnprothese. In Leipzig sind die Menschen nicht weniger schusselig und vergaßen Schlüssel, Geldbörsen, Dokumente sowie auch Taschen und Schmuck. Aber auch Gebisse oder Gehhilfen wurden abgegeben - oder komplette Einkäufe und Kinderwagen.Etwa 23 400 Fundsachen gelangten im vergangenen Jahr in das Leipziger Fundbüro. Die Tendenz sei steigend, heißt es.

Jährlich etwa 7000 Fundsachen stapeln sich jährlich im Fundbüro in Chemnitz, darunter Dinge wie Badeschuhe, Badesachen und Sonnenbrillen. Aber auch Mobiltelefone oder erst frisch gefüllte Einkaufsbeutel sind dort schon gelandet - ebenso wie ein Rollstuhl oder ein Notstromaggregat und Zahnersatz. (dpa/sn)

Hast Du schon mal etwas Wertvolles gefunden und es für Dich behalten?

Sachsen zwischen 40 und 60 am zuversichtlichen, dass ihre Beziehung noch lange halten wird

Gefragt, ob sie glauben noch in 10 Jahren mit Ihrem Partner zusammen zu sein, sagen 56 Prozent in dieser Altersklasse, dass sie sich da sicher sind. In der Altersgruppe zwischen 16 und 29 sind es dagegen nur 45 Prozent, die sicher sind in 10 Jahren noch mit dem Partner zusammen zu sein.

Wir haben in den einzelnen Regionen gefragt: während sich die Menschen im Landkreis Zwickau am zuversichtlichsten zeigen, was die Zukunft ihrer Beziehung angeht, sind die Menschen im Erzgebirgskreis am wenigsten optimistisch. Gleichzeitig zeigen unsere Ergebnisse, dass nirgends in Sachsen so viele Singles leben, wie im Erzgebirgskreis. Hier geben 4 von 10 Menschen an, Single zu sein. Unter den Großstädtern hier in Sachsen sind die Leipziger am zuversichtlichsten, auch in 10 Jahren noch mit dem Partner zusammen zu sein.

Wie sicher seid ihr, dass ihr mit Eurem Partner in 10 Jahren noch zusammen seid? 

Jeder Dritte unter 30 hat schon Nacktbilder von sich verschickt

Rund 16% der Sachsen geben zu, dass sie schon mal z.B. per Smartphone ein Nacktbild von sich verschickt haben. In absoluten Zahlen sind das mehr als 650.000 Menschen bei uns in Sachsen. Ganz besonders hoch ist der Anteil der 16- bis 29-jährigen Sachsen, die bereits Nacktbilder von sich verschickt haben. Hier ist es fast jeder Dritte. Besonders bei Teenagern ist Sexting ein großes Thema, bestätigt auch Medien-Coach Iren Schulz von der Initiative 'Schau hin'. Sie berät Eltern und Jugendliche für den Umgang mit Internet und Social Media. 

Generell sei der Versand von Nacktbildern nur eine neue Form eines bekannten Phänomens, so Schulz. Was früher z.B. Zettel waren, die in der Schulklasse rumgingen, sind heute Fotos und Videos, die per Smartphone verschickt werden. Dabei würden Jugendliche einerseits nicht darüber nachdenken, das die Bilder zum Beispiel durch Indiskretion, Diebstahl aber auch aus Rachegelüsten später in die falschen Hände geraten könnten. Oft ist es aber auch eine Art von Trotztreaktion: "Oftmals hört man dann auch sowas wie, für mich ist das okay, von mir aus können das alle sehen und ich stehe dazu", so Schulz. Viele Jugendliche würden das Thema nicht so ernst sehen, wie die Erwachsenen. 

Im Umgang mit den eigenen Kindern rät Medien-Coach Iren Schulz, zu versuchen immer einen Draht zu den Kindern zu halten und auch Vorbild zu sein. "Wenn man selbst als Elternteil alles ins Netz stellt, dann werden das die eigenen Kinder nachmachen." Gut sei es auch mit Kindern und Jugendlichen zu besprechen, dass sie sich an eine Vertrauensperson wenden können, wenn etwas ins Internet geraten ist, was dort besser nicht sein sollte. Nicht immer müssen das die Eltern selbst sein. Auch nahe Verwandte oder Geschwister kommen als solche Vetrauenspersonen infrage. 

Hast Du schon mal Nacktbilder von Dir per WhatsApp, SMS oder Email verschickt?

Jeder Dritte hat schon mal was auf Arbeit mitgehen lassen

Mehr als jeder Dritte bei uns in Sachsen hat schon mal auf der Arbeit was mitgenommen, obwohl er wusste, dass es Diebstahl ist. Im Erzgebirgskreis ist es sogar jeder Zweite, der zugibt, schon mal auf Arbeit etwas mitgenommen zu haben. Am häufigsten wird Büromaterial gestohlen, aber auch Tabs für die Spülmaschine oder Klopapier werden regelmäßig entwendet. 

Dabei gilt auch im Büro, dass Gelegenheit Diebe mache, sagt der Fachanwalt für Arbeitsrecht Ronny Neumann aus Chemnitz. Auch wenn es sich nur um Diebstahl im Cent-Bereich handelt, ist häufig ein Grund für die fristlose Kündigung gegeben, so Neumann. Oft wird dann abgewogen, wie schwer das Vergehen sei und wie lange der Mitarbeiter schon im Unternehmen beschäftigt ist. Wer beim Diebstahl im Büro erwischt wird und dann nicht vielleicht schon Jahrzehnte dort arbeitet, muss damit rechnen auf der Straße zu landen.

Dieben droht sogar die Kündigung, wenn sie nicht in flagranti erwischt werden. "Gibt es einen hinreichenden Verdacht auf einen Arbeitnehmer, weil alle Aufklärungsmaßnahmen ergriffen wurden, andere Kollegen befragt und Aufzeichnungen ausgewertet wurden, kann der Chef nach einer Anhörung berechtigt sein eine so genannte Verdachtskündigung aussprechen."

Hast Du auf Arbeit schon mal etwas mitgehen lassen?

 

 

Kinder vor den Ferien aus der Schule nehmen: Zwei Drittel der sächsischen Eltern findet es okay

Jeder zehnte Sachse mit Kind, hat sein Kind vor den Ferien schon mal aus der Schule genommen, um billiger in den Urlaub zu fahren. 65% der Sachsen haben das zwar noch nicht gemacht, denken aber darüber nach. 25% der Sachsen mit Kind lehnen es ab, dass Kinder vor den Ferien früher aus der Schule genommen werden.

Grundsätzlich gilt eine preiswertere Anreise im Urlaub nicht als ausreichende Begründung, um das eigene Kind vor Ferienbeginn früher aus der Schule zu nehmen, sagt die Bildungsagentur in Sachsen. Letztendlich entscheiden jedoch die Schulen bzw. dort die Schulleiter mit Augenmaß. Wer sein Kind vor den Ferien einfach den Unterricht schwänzen lässt und es z.B. krank meldet, riskiert theoretisch ein Bußgeld. Es kann im Extremfall bis zu 1.000 Euro betragen, so Roman Schulz von der Bildungsagentur. In der Praxis wird das Bußgeld jedoch nur in den seltesten Fällen verhängt.

Anders als in Teilen Bayerns achtet die Bundespolizei zum Beispiel auf den sächsischen Flughafen nicht speziell auf potentielle Schulschwänzer, hat uns Sprecher Christian Meinhold gesagt.  

Knapp die Hälfte der Sachsen ist glücklich

47% der Sachsen sagt von sich selbst, dass sie glücklich oder sogar sehr glücklich sind. 45% sagen, ihr Glücksempfinden könnte größer sein. Weitere 8% bezeichnen sich als nicht glücklich oder überhaupt nicht glücklich.

Gefragt: "Wie glücklich sind Sie?", sagt mehr als die Hälfte der Menschen im Landkreis Zwickau, dass sie glücklich oder sogar sehr glücklich sind. Verglichen mit ganz Sachsen sind das so viele, wie sonst nirgendwo. In den sächsischen Großstädten bezeichnen sich in Chemnitz 41% als glücklich, in Dresden sind es 46% und in Leipzig sogar 48%.

Ein Viertel der Sachsen hat schon mal Kranksein vorgetäuscht

Jeder vierte Sachse hat beim Arzt schon mal eine Krankheit vorgetäuscht, um eine Krankschreibung zu erhalten. Bei den Männern bei uns in Sachsen ist es sogar fast jeder dritte.

Besonders viele Flunkerer sitzen in Leipzig beim Arzt. Hier sagen 36%, dass sie sich beim Arzt schon mal eine Krankschreibung bekommen haben, nachdem sie eine Unwohlsein vorgetäuscht haben. Die ehrlichsten Patienten scheinen im Erzgebirgskreis zu wohnen. Hier sind es gerade einmal 17% die zugeben, beim Arzt schon dahingehend geflunkert zu haben. Sachsenweit sind es mehr Männer, die sich eine Krankschreibung erschummeln. Insgesamt geben 28% zu, sie hätten so schon mal eine Krankschreibung bekommen.

Haben Sie beim Arzt schon mal ein Unwohlsein oder eine Krankheit vorgetäuscht, um eine Krankschreibung zu bekommen?

Ist ein sogenannter Klaps Teil der guten Erziehung?

Ein Drittel der Sachsen sagt, ein sogenannter Klaps gehört zur Erziehung. Fast genauso viele lehnen einen Klaps als Erziehungs-Methode dagegen ab.

Die Zustimmung zur Aussage "ein sogenannter "Klaps" gehöre zu einer guten Erziehung" ist im sachsenweiten Vergleich in der Lausitz mit am höchsten. Hier sagen rund 36% dass sie zustimmen oder sogar "voll und ganz" zustimmen. Gleichzeitig lehnen rund 23% den Klaps als Erziehungsmethode ab. Auch im Landkreis Zwickau stimmen rund 36% der Menschen der Aussage zu, dass ein Klaps zur guten Erziehung dazu gehöre. Rund 32% dort lehnen den Klaps als Methode zur guten Erziehung dagegen ab.

Der größere Teil der Leipziger dagegen lehnt einen Klaps als Teil der guten Erziehung ab. Rund 43% sind dagegen und damit sachsenweit so viele, wie sonst nur in Dresden. Gleichzeitig sagt aber auch jeder dritte Leipziger, er würde dem Satz: "Ein sogenannter Klaps ist Teil der guten Erziehung" zustimmen. 

Stimmen Sie der Aussage zu, dass ein sogenannter Klaps Teil der guten Erziehung ist?

Jeder fünfte Sachse hat schon mal das Handy des Partners ausspioniert

Fast jeder Fünfte bei uns in Sachsen hat schon mal das Handy seines Partners ausspioniert.

Deutlich mehr Frauen haben schon mal das Handy ihres Partners ausspioniert, als Männer. Bei den Frauen ist es in ganz Sachsen fast jede Vierte (23%).

Besonders die Leipzigerinnen und Dresdnerinnen stechen beim Ausspionieren heraus. Hier haben fast ein Drittel der Frauen schon mal das Handy des Partners heimlich durchstöbert.

Haben Sie schon einmal das Handy Ihres Partners ausspioniert?

Jeder 3. Sachse hat schon mal in den Pool gepullert

Mehr als jeder Dritte bei uns in Sachsen (36%) gibt zu, dass er im Freibad oder Schwimmbad schon mal ins Becken gepinkelt hat! Ganz besonders viele Becken-Pinkler gibt's in Leipzig (45%), in Dresden (44%) und im Erzgebirgskreis (41%).

Unter denen, die zugeben, schon mal in ein Schwimmbecken gepinkelt zu haben, ist der Anteil von Männern und Frauen ähnlich hoch. Nur im Erzgebirgskreis gibt es einen Ausreißer, wo der Anteil der Frauen 49% deutlich höher ist als der der Männer, mit 32%.In Leipzig gibt's die meisten Becken-Pinkler (45%), im Landkreis Zwickau die wenigsten (30%)

Fast jeder Achte nimmt immer dasselbe Passwort

Fast jeder 8. bei uns in Sachsen (13%) verwendet immer dieselben Passwörter. Fast 60% sagen, dass sie alle ihre Passwörter im Kopf hätten. Knapp 14% speichern ihr Passwörter im Browser. Fast 5% notieren sich Passwörter im Handy, im Portemonnaie immerhin noch rund 2%.

Besonders die Leipziger haben entweder ein sehr gutes Gedächtnis oder verwenden möglicherweise so einfache Passwörter, dass sie leicht zu merken sind. Hier sagen rund 64%, dass sie alle ihre Passwörter im Kopf hätten. Gut 10% der Leipziger geben zu, dass sie immer dieselben Passwörter verwenden würden. Knapp jeder Fünfte in Leipzig (18,9%) speichert seine Online-Passwörter im Browser. 

In allen Regionen bei uns in Sachsen sagt mehr als die Hälfte der Befragten, dass sie alle ihre Passwörter im Kopf hätten. In Dresden und in der Lausitz liegt der Anteil derer, die zugeben immer dasselbe Passwort zu nutzen mit jeweils über 16% sachsenweit am höchsten.

Experte: Passwörter müssen nicht kompliziert, sondern lang sein

Die komplizierten Passwortregeln mit Sonderzeichen, Zahlen und Groß- und Kleinschreibung kennt jeder. Bei vielen Online-Anbietern und selbst in Firmen, sind sie Standard. Dabei sagen Experten inzwischen, dass diese Regeln völlig unnötig sind. IT-Sicherheitsexperte Dennis Schirrmacher von der Computer-Zeitschrift c't sagt, wichtiger sei, dass ein Passwort lang und vor allem schwer zu erraten sei: "Sinnlos zusammen gewürfelte Wörter zu seinem Satz, wie z.B. 'Gummibärchen, Maus und Plüschfigur' ist genauso sicher, wie komplizierte Passwörter. Mehrere Wörter hintereinander kann man sich auch besser merken. Wenn man sie so anordnet, dass sie keinen Sinn ergeben, ist das eigentlich auch unmöglich zu erraten." 

Passwörter in der Cloud sind unter bestimmten Voraussetzungen unsicher

Dennis Schirrmacher von c't empfiehlt außerdem seine Passwörter nicht irgendwo zu notieren, sondern in einem Passwort-Safe oder auch im Browser zu speichern. Mithilfe eine Master-Passworts kann dann auf alle anderen Passwörter zugegriffen werden. So müssen Nutzer nicht ständig in Listen suchen oder im Kopf nach dem richtigen Passwort kramen. Das Passwörter in der Cloud - also auf einem Server im Internet - gespeichert werden, ist solange okay, wie der Cloud-Anbieter gängige Sicherheitsmechanismen einsetzt. Dann sind Passwörter in der Cloud nicht im Klartext gepeichert, sondern werden mithilfe von Hash-Algorithmen nochmals so verschlüsselt, dass Hacker auch dann nichts damit anfangen können, wenn ihnen die Passwörter in die Hände fallen.

Die Hälfte der Sachsen ist im Job zufrieden

Fast jeder zweite Sachse (48%) ist in seinem  Job mindestens “zufrieden”. 18% davon geben sogar an sehr zufrieden zu sein. 16% sagen, dass sie nicht oder sogar überhaupt nicht zufrieden zu sind.

Die meisten im Job zufriedenen oder sogar sehr zufriedenen Sachsen, arbeiten in Leipzig. Der Anteil der Menschen, die in ihren Jobs nicht oder überhaupt nicht zufrieden ist, ist im Erzgebirgskreis (22%) und im Landkreis Zwickau (20%) am höchsten. Dort ist es ungefähr jeder Fünfte.

Gründe für Unzfriedenheit sind laut Experten fast immer dieselben

Die größte Unzufriedenheit im Job entsteht durch Termindruck, Überstunden und auch fehlende Kollegialität, sagt Psychologin Madeleine Leitner. "Politik in Unternehmen ist sehr häufig und auch Selbstdarstellung. Zu mir kommen die Leute, die keine Lust haben, dauernd Pfauenfedern zu zeigen." Unfzufriedenen empfhielt sie, dem Chef eine "Gebrauchsanleitung" für sich selbst zu geben. Wichtig sei es, auf den Chef zu zugehen, Probleme anzusprechen und vor allem auch gleich konstruktive Lösungsvorschläge zu machen. Auch Karriere-Berater Martin Wehrle sagt, wer nur über Probleme in der Firma lästere, sei destruktiv und werden seinen Zustand nicht ändern.

Heilpraktikerin: Selbstachtung ist ein wichtiger Baustein, um im Job zufrieden zu sein

Die Autorin und Heilpraktikerin Dörthe Huth hat ein ganzes Buch darüber geschrieben, wie Menschen im Job glücklicher werden können: In "Gute Laune an jedem Arbeitstag" gibt sie Tipps, wie sich Arbeitnehmer selbst besser achten. Wenn die Stimmung auf Arbeit mal wieder ganz unten ist, empfiehlt Huth sich daran zu erinnern, mit welchen Kollegen man in letzter Zeit gelacht und gescherzt hat und sich vor Augen zu halten, welche Vorteile einem der Job und die Firma bringt. Da erfordere zwar am Anfang ein Umdenken, aber diese positive Einstellung hilft vielen Menschen über schlechte Tage hinweg zu kommen. 

Sachsen sind stolz auf ihre Herkunft

Wir haben in den einzelnen Regionen gefragt, wie stolz die Menschen darauf sind Sachsen zu sein. Der Anteil derer, die sagen stolz oder sehr stolz zu sein, ist im Erzgebirgskreis am größten (69%) und in Dresden am kleinsten (58%).

Tendenziell ist der Stolz darauf Sachse zu sein, auf dem Land etwas größer als in den Großstädten. Sachsenweit ist rund 27% der Menschen egal, dass sie Sachsen sind. Betrachtet man ganz Sachsen, sagt jeder Zehnte er sei nicht stolz oder sogar überhaupt nicht stolz darauf Sachse zu sein.

Die Sachsen sind mit ihrem Dialekt zufrieden

76% der Sachsen schämen sich nicht für den sächsischen Dialekt. Unter denen, die sich schämen, gibt es in Dresden, im Landkreis Zwickau und im Erzgebirgskreis den größten Anteil. Dort sagen jeweils 10%, dass sie sich für den sächsischen Dialekt schämen bzw. sogar sehr schämen würden. Am wenigsten Scham für den sächsischen Dialekt, gibt es bei den Lausitzern: Dort sind es gerade einmal 3%.

Kommunikationstrainerin: Stolz auf die sächsische Sprache musste ich auch erst lernen

Annekatrin Michler aus Leipzig trägt ihr Sächsisch stolz vor sich her. Die Kommunikationstrainerin ist sogar mit einem Sächsisch-Programm regelmäßig auf Kabarett-Bühnen zu sehen. "Sächsisch ist für mich Musik", sagt die selbsternannte "Ändertainerin". Die Kabarettistin sagt aber auch: "Ich gebe zu, das ist nicht von Anfang an da gewesen. Deswegen kann ich das auch so gut nachvollziehen, dass ich mich auch  beschädigt gefühlt habe, wenn ich in den alten Ländern war. Da hat man angefangen, wenn ich den ersten Satz gesagt habe, zu lachen." Inzwischen sagt sich Annekatrin Michler, sollen sie doch lachen. "Die erste Zeit war mein Mantra, dass sie mich auslachen. Heute ist mein Mantra, die freuen sich an mir!"