• Foto: Kevin Müller

    Foto: Kevin Müller

  • Foto: Kevin Müller

    Foto: Kevin Müller

  • Foto: Kevin Müller

    Foto: Kevin Müller

SEK-Einsatz in Dresden - Hauptbeschuldigter festgenommen

Zuletzt aktualisiert:

Seit dem frühen Donnerstagmorgen haben Polizei und Staatsanwaltschaft mehrere Objekte in Dresden und Umgebung durchsucht. Auch das SEK war im Einsatz. Schwerpunkt war ein Gebäudekomplex in der Nähe der Flügelwegbrücke. Sogar aus einem Hubschrauber haben sich Beamte der Spezialeinheit über einem Objekt im Stadtteil Cotta abgeseilt.

Hintergrund ist ein Komplexverfahren der  Staatsanwaltschaft Dresden gegen einen 37-jährigen moldawischen Hauptbeschuldigten und derzeit 19 weitere Beschuldigte. Das teilte die Staatsanwaltschaft am Donnerstagnachmittag mit. Den Beschuldigten werden Straftaten im Zusammenhang mit dem Handel von Unfallfahrzeugen, die aus den USA über Drittländer in das Bundesgebiet eingeführt worden waren, vorgeworfen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft stammt der überwiegende Teil der Beschuldigten aus Moldawien, aber auch Deutsche seien unter den Tatverdächtigen. Es sei ein komplexes Verfahren, umfangreiche Prüfungen seien noch erforderlich, so die Behörde.

Insgesamt wurden 30 Objekte in Dresden und Umgebung durchsucht, unter anderem mehrere Autohäuser und ein Bordell in der Hamburger Straße. Dabei wurden umfangreiches Beweismaterial und erhebliche Vermögenswerte, wie zum Beispiel Bargeld, sichergestellt. Darüber hinaus wurden verschiedene Waffen und Munition sichergestellt, deren Einsatzfähigkeit und Gefährlichkeit durch die zuständigen Spezialisten näher geprüft werden wird. 300 Polizeikräfte waren an dem Einsatz beteiligt. Darüber hinaus waren 80 Fachkräfte der Finanzverwaltung hinzugezogen.   

Der 37-jährige moldawische Hauptbeschuldigte wurde aufgrund eines vorab auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dresden vom Amtsgericht Dresden erlassenen Haftbefehls festgenommen und soll noch am Donnerstag dem Haftrichter vorgeführt werden. Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei dauern an und werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen, hieß es.