Seit 2004 ausreisepflichtiger Asylbewerber soll für Übergriffe im Johannisbad verantwortlich sein

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Autor: Red

Drei sexuelle Übergriffe im Johannisbad in Freiberg sollen von einem bereits seit 2004 ausreisepflichtigem Asylbewerber verübt worden sein. Das teilte jetzt das sächsische Innenministerium auf eine AfD-Anfrage mit.

Der 56-jährige Iraner war im Oktober wegen Verdachts des sexuellen Missbrauchs festgenommen worden, weil er eine 10-Jährige, sowie eine 16- und 21-Jährige im Bad unsittlich berührt und belästigt haben soll. Er sitzt nun wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern bzw. sexueller Nötigung in Untersuchungshaft in der JVA Dresden, teilte das Innenministerium mit.

Keine Reisedokumente - keine Abschiebung

Wie durch die parlamentarische Anfrage nun bekannt wurde, war sein Asylantrag 2001 abgelehnt worden. 2004 wurde vor Gericht die Ablehnung bestätigt, dennoch erfolgte keine Abschiebung. Dazu teilte das Innenministerium mit: "Ein Aufenthalt in der Bundesrepublik Deutschland wurde jedoch geduldet, da er keine Reisedokumente vorlegte und aus seinem Herkunftsstaat gegen den Willen des Staatsbürgers keine Reisedokumente beschafft werden konnten. Am 22. März 2018 hat der Tatverdächtige einen Asylfolgeantrag gestellt. Der Tatverdächtige ist ausreisepflichtig. Die Ausreisepflicht ist jedoch aus o. g. Gründen nicht vollziehbar."