Schwimmunterricht bleibt in der Pandemie auf der Strecke

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Tausende Kinder in Chemnitz haben während der Corona-Pandemie keine Chance, das Schwimmen zu lernen. In den Grundschulen bleibt der Schwimmunterricht ausgesetzt, wie lang ist völlig unklar. Laut Stadt sind rund 1.800 Zweitklässler betroffen. Das geht aus der Antwort auf eine Anfrage der CDU-Ratsfraktion hervor. Hinzu kommen etwa noch mal so viel Kinder, die schon im vergangenen Schuljahr wegen Corona keinen Schwimmunterricht hatten.

Der Vorschlag der Stadträte, die Stunden in den Ferien nachzuholen, ließ und lässt sich nicht umsetzen. Denn dann müsse man auch die Lehrer für das Unterrichtsangebot verpflichten, heißt es aus dem Rathaus. "Da es arbeits-und versicherungsrechtliche Probleme zum Einsatz von Lehrkräften in der unterrichtsfreien Zeit mit dem Kultusministerium und der Unfallkasse zu klären gab, konnte vom Landesamt für Schule und Bildung ein zusätzliches Lernangebot in den Ferien für das Schuljahr 2019/2020 nicht realisiert werden" erklärt Sozialbürgermeister Ralph Burghart.

Das Nachholen von ausgefallenem Schwimmunterricht im aktuellen Schuljahr 2020/2021 sei ebenfalls unrealistisch, so der Bürgermeister. Auch in den nächsten Ferien sieht er keinen Spielraum. Es sei denn, es gibt dafür eine Regelung. "Der Freistaat müsste rechtsverbindlich den Einsatz der Lehrkräfte in der unterrichtsfreien Zeit für Schwimmangebote regeln bzw. die Rahmenbedingungen für Ganztagsangebote, Sportförderunterricht, die von mehreren Schulen genutzt werden könnten", so Burghart. Vielen Familien bleiben deshalb wohl nur private Angebote, wenn die Chemnitzer Bäder wieder öffnen.