Sächsischer Lehrerverband hält an Abiturprüfungen fest

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Der Sächsische Lehrerverband spricht sich ausdrücklich für die Durchführung der Abiturprüfungen auf vergleichbarem Niveau zu den Vorjahren aus.

Die Abiturienten würden bei einem Aussetzen der schriftlichen Prüfungen bei der Bewerbung um einen Studien- oder Ausbildungsplatz benachteiligt werden, erklärte Verbandsvorsitzender Jens Weichelt.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft hatte zuvor vorgeschlagen, Abi-Prüfungen notfalls ausfallen zu lassen und die zuletzt erreichten Schulnoten in die Prüfungszeugnisse aufzunehmen. "Das Ziel aller Abschlussprüfungen muss es sein, dass jeder Schüler eine optimale Chance erhält, einen anerkannten Schulabschluss zu erwerben", so Weichelt. Ein solcher Abschluss müsse vollständig anerkannt sein. Ein "Corona-Abitur" würde sehr bald als zweitklassig gelten.

Die Abiturprüfungen in Sachsen hätten im vergangenen Jahr trotz Corona-Pandemie weitestgehend problemlos und mit ähnlichen Ergebnissen wie in den Vorjahren stattgefunden, schätzte der SLV-Vorsitzende ein. In diesem Schuljahr seien die Voraussetzungen für Abiturienten nicht schlechter: Die Abschlussklassen seien seit dem 18. Januar 2021 wieder im Präsenzunterricht, die Schüler hätten insgesamt etwa drei Wochen mit häuslicher Lernzeit zugebracht. "Zudem hat das Sächsische Staatsministerium für Kultus Erleichterungen für die Abiturprüfungen in Aussicht gestellt", unterstrich Weichelt.