• Fleischtheke in einem Leipziger Supermarkt (Archivfoto: dpa)

    Fleischtheke in einem Leipziger Supermarkt (Archivfoto: dpa)

Sachsens Verbraucherschützer fordern mehr Fleisch aus artgerechter Haltung

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Die Verbraucherzentrale Sachsen kritisiert, dass der Handel im Freistaat in Sachen Tierschutz wenig zu bieten habe. Der Großteil der Fleischwaren stamme von Tieren, die nicht artgerecht gehalten würden. Die sächsischen Verbraucherschützer haben sich - wie ihre Kollegen in den anderen Bundesländern – das Fleischangebot in den Supermärkten angesehen.

Bei dem Marktcheck ist herausgekommen, dass weniger als zehn Prozent der Tiere aus artgerechter oder Bio-Haltung stammen würden. Ernährungsexpertin Dr. Birgit Brendel von der Verbraucherzentrale Sachsen sagt, dass das viel zu wenig sei. Das schränke die Auswahl beim Einkauf ein.

Nur ein Drittel der Produkte (33,8 Prozent) komme von Tieren, bei denen die Haltungsformen ein wenig über den Mindeststandards liegen. Das betreffe meist Geflügel. Aber bei über der Hälfte des Fleischangebots (56,3 Prozent) würden die Tiere nur nach den niedrigen, gesetzlichen Mindeststandards gehalten. Das betreffe überwiegend Schweine und Rinder.