• In Sachsen sollen in den nächsten vier Jahren bis zu 20 Luchse ausgewildert werden.

Sachsen will Luchse im Erzgebirge auswildern

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In Sachsen sollen in den nächsten vier Jahren Luchse ausgewildert werden. Dafür hat der Freistaat ein neues Projekt ins Leben gerufen. Bis zu 20 Tiere aus den Karpaten sollen im Erzgebirge eine neue Heimat finden – sagte uns der Sprecher des Umweltministeriums Robert Schimke. Ziel der Aktion sei es, den Luchs hierzulande wieder anzusiedeln. In den sächsischen Mittelgebirgen habe das Tier beste Lebensbedingungen.

Der Luchs wurde 1748 im Freistaat ausgerottet. Seitdem wurden nur noch vereinzelt Tiere gesichtet. Als größte einhei­mi­sche Katzenart ist er in Deutsch­land streng geschützt. Seit 2008 gibt es in Sachsen ein Beobach­tungs­netz mit 20 Fotofallen.

Auch in der Lausitz sind immer wieder Luchse unterwegs. Bereits 2020 wurden ein weibliches und zwei männliche Tiere gesichtet. Und auch in diesem Jahr seien Luchse durch Wildkameras in der Region entdeckt worden, erklärt Schimke weiter. Die Tiere wandern aus dem Nordwesten Polens ein und ziehen über die Lausitz weiter in Richtung Sächsische und Böhmische Schweiz. Dort haben sie optimale Lebensbedingungen – in der Lausitz fehle es an Weibchen.

Bereits Anfang Januar sollen die ersten Luchse im Erzgebirge ausgesetzt werden.