• Foto: DPA Ole Spata

Sachsen will IT-Sicherheit erhöhen - mehr als 1.800 Cyber-Angriffe

Zuletzt aktualisiert:

Sachsen will die Informationssicherheit per Gesetz erhöhen. Dieses solle als wichtiger Baustein den Schutz von IT-Netzen der Landesregierung verbessern und voraussichtlich im ersten Halbjahr 2019 in Kraft treten, teilte Innenminister Roland Wöller (CDU) am Dienstag in Dresden mit. Das Computer-Notfallteam im Staatsbetrieb Sächsische Informatik Dienste solle erweiterte Befugnisse bei der Abwehr von Cybergefahren erhalten. «Der jüngste Angriff auf die Netze der Bundesregierung hat die Bedrohungslage erneut verdeutlicht», sagte Wöller. Es sei auch für Sachsen unumgänglich, weiter in IT-Sicherheit zu investieren.

Nach Angaben des Innenministeriums stieg die Zahl der Cyberattacken auf das sächsische Verwaltungsnetz 2017 im Vergleich zum Vorjahr um rund 28 Prozent. Insgesamt konnten mehr als 1800 Angriffe aus dem Internet abgewehrt werden. In den knapp 31 Millionen eingehenden Mails entdeckten Scanner rund 36 000 Schadprogramme wie Trojaner oder Viren.

Nach Angaben des Ministeriums hat Sachsen den Schutz seines Verwaltungsnetzes in den vergangenen Jahren sukzessive ausgebaut. So wurde beispielsweise zusammen mit der Technischen Universität Dresden und dem Hasso-Plattner-Institut Potsdam Sicherheitslösungen wie etwa das Hacker-Erkennungssystem «Honey-Sens» entwickelt. (DPA)