Sachsen will Impfkapazitäten bei mobilen Teams verdoppeln

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Sachsen will angesichts steigender Nachfrage die Impfkapazitäten in den 30 mobilen Teams verdoppeln. Noch in dieser Woche sollen pro Tag dann 6.000 Impfungen möglich sein, erklärte Gesundheitsstaatssekretärin Dagmar Neukirch (SPD) am Dienstag nach einer Sitzung des Kabinetts in Dresden. "Wir bemühen uns derzeit um zusätzlichen Impfstoff", so Neukirch. Bisher könnten die mobilen Teams des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) rund 3.000 Spritzen gegen das Coronavirus täglich verabreichen. Die Nachfrage vor allem nach Booster-Impfungen ist groß - sie machen den Angaben zufolge etwa 65 Prozent aus. Ein Problem sei, zusätzliches Personal für die Teams zu finden. Viele Ärzte seien derzeit an der Belastungsgrenze.

Neukirch sprach von einem besorgniserregenden Zustand. "Die Lage ist sehr, sehr ernst." Mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 483,7 ist Sachsen bundesweit Negativ-Spitzenreiter. "Wir erwarten einen weiteren Anstieg der Infektionszahlen in den Kommunen und Landkreisen." Bei den Ungeimpften betrage die Inzidenz fast 1000, erklärte Neukirch. Sie rechnet damit, dass die Überlastungsstufe mit 1.300 belegten Betten auf den Normalstationen noch im Laufe dieser Woche erreicht wird.

Zugleich laufen die Kontrollen zur Umsetzung der 2G-Regeln an, die seit Montag in Sachsen gelten. Laut Thomas Rechentin vom Innenministerium wird seit Montag bereits im Hotspot Sächsische Schweiz/Osterzgebirge kontrolliert, in den nächsten Tagen soll auch in den anderen Landkreisen sowie in Dresden, Leipzig und Chemnitz die Einhaltung der Regeln etwa in Gastronomiebetrieben verstärkt kontrolliert werden. Dafür sind pro Tag mindestens drei Kontrollteams pro Landkreis oder Region im Einsatz. (dpa)