Sachsen reduziert Impfstellen - Zentren bleiben geöffnet

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Angesichts der zurückgehenden Auslastung der aktuell 25 Corona-Impfstellen reduziert Sachsen das staatliche Angebot ab Juni weiter. Nur die 13 Impfzentren des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) bleiben geöffnet, gehen aber in den Sommerbetrieb, wie das Sozialministerium in Dresden am Mittwoch mitteilte. Damit stehe weiter eine Impfstelle pro Landkreis und kreisfreier Stadt als Ergänzung zur Versorgung in Arztpraxen, bei Betriebsärzten und Krankenhäusern zur Verfügung.

„Impfen ist und bleibt auch über die Sommermonate wichtig“, mahnte Sozialministerin Petra Köpping (SPD). Viele Virologen und Epidemiologen warnten vor einer erneuten Zunahme des Infektionsgeschehens im Herbst. „Die Corona-Schutzimpfung hilft gegen schwere Krankheitsverläufe.“ Mit dem Weiterbetrieb der staatlichen Impfzentren bestehe eine zusätzliche Möglichkeit, “sich auf den Herbst vorzubereiten und sich zu schützen“. Und ab Oktober bis Dezember könne das Personal verdoppelt werden.

Auch das DRK sieht darin eine strukturelle Basis, um bei Bedarf auf steigende Nachfrage nach Corona-Schutzimpfungen reagieren zu können - je nach verfügbarem Impfstoff und Personal, sagte ein Sprecher. Das Angebot werde der nur noch sehr geringen Nachfrage angepasst - die Öffnung der Impfzentren werde auf dienstags bis freitags reduziert. „Alle anderen Impfstellen werden geschlossen, vereinzelt wurden neue Standorte gebunden.“

Nach Ministeriumsangaben gab es in der Spitze landesweit bis zu 64 staatliche Impfstellen. Ab April sei das Angebot schrittweise der gesunkenen Auslastung angepasst worden. Im Herbst könnten bei Bedarf dann auch mobile Teams ergänzend eingesetzt werden und sich zudem die Kommunen am Impfen beteiligen. (dpa)