Sachsen macht dicht

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Sachsen verschärft im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus seine Maßnahmen und schließt unter anderem Bars, Clubs, Kinos und Sportstätten. Eine entsprechende Allgemeinverfügung soll von Donnerstag an zunächst bis zum 20. April gelten, wie das Kabinett in Dresden am Dienstag mitteilte. Damit folgt Sachsen einer Empfehlung, auf die sich Bund und Länder bereits am Montag verständigt hatten.

Betroffen von der Schließung sind auch Bibliotheken, Sportstätten, Opern, Museen sowie Schwimmbäder, Fitnessstudios und Seniorentreffs. Auch Spielplätze sollen für den Publikumsverkehr gesperrt werden. Restaurants sollen im Gegensatz zu Bars geöffnet bleiben, es gelten aber besondere Hygienevorschriften.

Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) warb um Verständnis. Ziel sei es, eine unkontrollierbare Ausbreitung des Virus zu vermeiden. Die bisherigen Maßnahmen würden eine große Wirkung zeigen. So ist seit Montag bereits die Schulpflicht ausgesetzt, ab Mittwoch bleiben Kitas und Schulen dann geschlossen. «Wir haben eine große Verantwortungsbereitschaft erlebt.» Er habe zudem den Eindruck, dass ein Großteil der Sachsen die Maßnahmen mittrage, betonte der Regierungschef.

Nicht betroffen von Schließungen sind hingegen Super- und Getränkemärkte, Apotheken, Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen - für diese Bereiche sollen zudem die Sonntagsverkaufsverbote bis auf Weiteres ausgesetzt werden. Damit soll die Versorgung der Bevölkerung sichergestellt werden.

Sachsen kündigte zudem an, einen Krisenstab einzurichten. Dieser soll in Regie des Innen- und des Gesundheitsministeriums geführt werden. Am Mittwoch soll der Krisenstab das erste Mal tagen.