Sabotageakt in Mühlrose

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Sabotageakt am Tagebaurand in Mühlrose. Die Täter haben Sand in die Tanks eines Baggers und Radladers sowie weiterer Maschinen gefüllt.  Sie wollten damit offenbar verhindern, dass der Ort weiter abgerissen wird.   Der Schaden wird auf 15.000 Euro geschätzt. Ermittlungen wurden aufgenommen. Sie werden vom Staatsschutz geführt.

Mühlrose soll dem heranrückenden Braunkohlebagger weichen. Für die Bewohner wurde eine neue Siedlung in Schleife errichtet.  Mühlrose ist der letzte Ort in Deutschland, der wegen der Braunkohle von der Landkarte getilgt werden soll. Dagegen regt sich Widerstand, unter anderem durch Umweltverbände und Parteien, zuletzt Ende August mit dem beginnenden Abriss der ersten Gebäude.

Mühlrose könnte erhalten bleiben. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung. Das Tagebaufeld werde nicht benötigt, für eine Umsiedlung bestehe keine energiewirtschaftliche Notwendigkeit, so die Verfasser. Sie haben den tatsächlichen Kohlebedarf der Leag errechnet. Das wären 369 Millionen Tonnen bei einem Kohleausstieg 2030 oder 559 Millionen Tonnen 2038. Ohne das Sonderfeld Mühlrose seien noch 598 Millionen Tonnen förderbar. Dagegen geht der Tagebaubetreiber von 740 Millionen Tonnen Kohle aus.