Sturmtief "Sabine" zieht über Sachsen

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Sturmtief «Sabine» hat am Sonntagabend auch Sachsen erreicht. Es fuhren keine Züge mehr, an den Flughäfen Leipzig-Halle und Dresden fallen bis Dienstagmittag fast alle Verbindungen aus. Der Wind steigere sich flächendeckend bis in die Nacht, begleitet von einsetzendem Dauerregen, sagte Meteorologin Kathleen Hickmann vom Deutschen Wetterdienst (DWD).

«In der Erzgebirgsregion kann örtlich auch ein bisschen mehr runterkommen.» Oberhalb 800 Meter werde es auch ein bisschen schneien. Nach Angaben des Innenministeriums gab es bis zum Abend noch keine Zwischenfälle. Die Kaltfront sollte nach Angaben des DWD in der Nacht zwischen 3 Uhr und 5 Uhr Nordsachsen erreichen, etwa drei Stunden später Dresden.

Sie bringe dann Schauer mit Graupel, einzelne Gewitter und orkanartige Böen bis Windstärke 12 und Geschwindigkeiten von 120 Kilometer pro Stunde mit. «Wer nicht raus muss», sollte ab dem Nachmittag nicht rausgehen, auch das Auto sollte in der Garage bleiben, «wenn man nicht unbedingt fahren muss», so Hickmann.

Nach Angaben eines Bahnsprechers sollten am Abend alle Züge im Fernverkehr in Bahnhöfen gestoppt werden. Auch an den großen sächsischen Bahnhöfen Leipzig und Dresden wurde demnach vorsorglich das Personal verstärkt. «Reisende sollten sich informieren.»

Die Länderbahn ließ ihre Züge aus Sicherheitsgründen mit verminderter Geschwindigkeit von nur maximal 50 bis 80 statt 120 Kilometer pro Stunde fahren. «Es gibt deutliche Verspätungen», teilte ein Sprecher mit. (dpa)