• Die Stadträtinnen Kristin Sturm (SPD) und Christiane Filius-Jehne (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) sowie Stadtrat Martin Schulte-Wissermann (DIE LINKE.) vor dem Ortsamtsgebäude. Foto: SPD-Fraktion

    Die Stadträtinnen Kristin Sturm (SPD) und Christiane Filius-Jehne (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) sowie Stadtrat Martin Schulte-Wissermann (DIE LINKE.) vor dem Ortsamtsgebäude. Foto: SPD-Fraktion

Rot-rot-grüne Stadtratsmehrheit will Klarheit zum Thema Ortsamt Loschwitz

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Die rot-rot-grüne Stadtratsmehrheit macht sich für das Ortsamt Loschwitz am Körnerplatz stark. Es soll als Standort erhalten werden. Die Politiker haben den Oberbürgermeister aufgefordert, die derzeitige Ausschreibung für eine Neuanmietung von Büroflächen auszusetzen.

Auch soll geklärt werden ob die Stadt das Gebäude kauft oder den Leasingvertrag um weitere 10 Jahre verlängert. Bis Ende November soll der OB dem Stadtrat einen Vorschlag vorlegen.

Das Gebäude, inklusive des Bräustübels, gehören nicht der Stadt. Der derzeitige Mietvertrag läuft im nächsten Jahr aus.

Hier können Sie die Begründung des Antrags nachlesen:


Das Gebäude des Ortsamtes Loschwitz auf der Grundstraße 3 ist seit Jahrzehnten ein fest etablierter Sitz der Verwaltung im Ortsamtsgebiet. Insbesondere die zentrale Lage am Körnerplatz macht es bis heute für alle Menschen gut erreichbar. Es ist das „kleine Rathaus“ von Loschwitz und die kompetente Verwaltung vor Ort. Das Gebäude wird von den Einwohnern für vielfältige Veranstaltungen und Ausstellungen genutzt. Bereits heute ist es bis zum Sommer 2019 mit Veranstaltungen ausgebucht. 

In mehreren Anfragen hat die Verwaltung ihre bisherige Entscheidung, den Mietvertrag nicht zu verlängern bzw. das Gebäude nicht zu kaufen, damit begründet, dass nur noch 650m² von den vorhandenen 2000 m² für Zwecke der Verwaltung benötigt werden. Dabei stellt sich die Frage, warum in der Vergangenheit ein Leasingvertrag abgeschlossen wurde, der Vorteile für einen möglichen Kauf einräumt.

Vor allem die Minimierung der „benötigten“ Fläche ist aus der Sicht potentieller Nutzer am Elbhang zu kurz gedacht. Insbesondere die aktuelle Debatte im Rahmen der Bewerbung zur Kulturhauptstadt Europas sowie die Schaffung von Kultur- und Begegnungsstätten in allen Stadtteilen zeigen sinnvolle und wünschenswerte Nutzungsmöglichkeiten auf. 

Darüber hinaus wäre eine weitere denkbare Nutzung, die Schaffung von sogenannten  CoWorking-Spaces, die weitervermietet werden. Dies könnte mit der Unterstützung der Wirtschaftsförderung Bedarfe im Stadtteil abdecken, die dem Konzept der Stadt der kurzen Wege ideal entsprechen würde.