Reif von der Insel: Konni Kass

Zuletzt aktualisiert:

Berlin (dpa) - Die Färöer, eine autonome dänische Inselgruppe zwischen Großbritannien, Norwegen und Island, haben gerade mal knapp 50 000 Einwohner. Eine davon ist Konni Kass.

Die hellblonde Mittzwanzigerin gehört zu der erstaunlich großen Zahl von färöischen Singer-Songwritern und Popmusikern, die jedes Jahr angeblich rund 40 Alben veröffentlichen. Der wunderbare Teitur Lassen, aber auch Eivor, Marius Ziska oder Danjal sind nur einige davon. Viel läuft über das von Kristian Blak gegründete Plattenlabel Tutl, auf dem nun auch Konni Kass eine künstlerische Heimat fand.

Wie ihre Kollegen hat diese Färöerin auf «Haphe» (Tutl/Cargo) eine ganz eigene, sehr selbstbewusste Stimme und reife Songs vorzuweisen. Die Arrangements pendeln zwischen zerbrechlichem Akustik-Folk, leichten Elektronik-Experimenten und wuchtigeren, rockig-souligen Elementen im vollen Band-Ornat (Highlights: «Sounds», «Run»).

Kass brachte zunächst eine Jazz-Gesangsausbildung hinter sich, um dann an die Uni Kopenhagen Medizin zu studieren. Nach weiteren zwei Jahren nahm sie eine Pause von der Hochschule, ging zurück auf ihre Heimatinseln und konzentrierte sich schließlich auf die Musik. Ihr Debüt lässt für die Zukunft noch viel Gutes erwarten - sie reiht sich damit auf Anhieb mühelos bei den «Färöer All Stars» ein.