RB Leipzig feiert Heimsieg zum Abschluss des Jahres

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RB Leipzig überwintert auf dem vierten Tabellenplatz in der Fußballbundesliga. Die Roten Bullen haben sich zum Abschluss des Jahres im Heimspiel gegen Werder Bremen vor über 40.000 Zuschauern mit 3:2 durchgesetzt. Lukas Klostermann und Timo Werner brachten RB im ersten Durchgang mit 2:0 in Führung. Die Bremer kamen aber in der zweiten Halbzeit noch einmal ran, glichen sogar zum 2:2 aus. Den späten Siegtreffer für die Roten Bullen erzielte Bruma in der 88. Minute.

RB-Trainer Ralf Rangnick hatte mit Blick auf den Rückrundenauftakt-Knaller gegen Borussia Dortmund am 19. Januar auf den von einer Gelb-Sperre bedrohten Dayot Upamecano verzichtet und dafür Kapitän Willi Orban wieder ins Abwehrzentrum beordert. Bei Werder fehlte wie erwartet Nuri Sahin, dafür spielte der gerade wiedergenesene Milos Veljkovic.

Wie schon im Heimspiel gegen Mainz presste RB sehr spät und überließ Werder den Spielaufbau. Dieser war optisch schön anzusehen. Immer wieder suchten die Gäste den Weg zum Tor über die Flügel, wo vornehmlich Milot Rashica ein ständiger Unruheherd war. Er hatte auch früh zwei gute Einschussmöglichkeiten, scheiterte aber an Peter Gulacsi im RB-Tor beziehungsweise an einem langen Bein von Klostermann.

Der Abwehrspieler schaltete sich in der 22. Minute in den Angriff ein, wurde von Kevin Kampl 30 Meter vor dem Tor bedient und lief ungestört in den Strafraum, von wo er mit einem satten Schuss in den kurzen Winkel die Führung markierte. Danach hatte RB mehrere gute Chancen durch Werner (31.) und Marcel Sabitzer (43.), während Werder selbst vor dem Tor der Gastgeber zu harmlos agierte.

Für die Vorentscheidung sorgte dann Werner kurz vor der Pause, als er einen völlig unmotivierten Rückpass von Max Kruse aufnahm, den verdutzten Keeper Jiri Pavlenka im Werder-Tor umkurvte und einschob. Nach dem Wechsel das gleiche Bild: Werder war feldüberlegen, konnte aber kaum für Gefahr sorgen. Anders die Leipziger, die durch Yussuf Poulsen (60.), Ibrahima Konaté (65.) und Sabitzer mehrere Möglichkeiten hatten, diese aber ungenutzt ließen.

Das rächte sich. Kruse leitete mit einem Pass auf Theodor Gebreselassie den Anschluss ein. Dieser zog von rechts in den Strafraum, passte zurück auf Kruse, der einschieben konnte. Der Videobeweis zeigte, dass der eingewechselte Sargent den Ball aus abseitsverdächtiger Position nicht mehr berührt hatte.

Das gab Werder Auftrieb, zumal die Abwehr der Leipziger besonders auf der linken Seite sehr offen wirkte. So entstand auch der Ausgleich, als kein Leipziger auf links Sargent beachtete und dieser sicher vollenden konnte. Als alles auf ein Unentschieden hindeutete, schlug Bruma aus 16 Metern noch einmal zu.