• Rag'n'Bone Man (c) Sony Music

Rag'n'Bone Man - "Human"

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Unser Album der Woche vom 20. bis 23. Februar 2017:

1,95 m groß, schwergewichtig, über und über tätowiert, Vollbart, eine Erscheinung wie aus einem Knastfilm, aber eine Stimme wie ein Engel, das ist Rory Graham aus dem englischen Städtchen Uckfield, das für nichts bekannt ist außer, dass es im Mittelalter ein Rastplatz für Pilger war und eine Städtepartnerschaft mit dem deutschen Quickborn unterhält.

Jetzt hat Uckfield mit Rory einen echten Promi unter seinen Söhnen. Rory Graham ist allerdings unter seinem Künstlernamen bekannt: Rag'n'Bone Man. In seiner Jugend begann er zu rappen, und trat später in Pubs als Bluessänger auf. Sein Geld verdiente er damals als Heilerziehungspfleger für geistig behinderte Kinder und Jugendliche. Vor 4 Jahren unterschrieb er seinen ersten Plattenvertrag und dann hat es nochmal 3 Jahre gebraucht bis zum großen Durchbruch. Der fand übrigens hier bei uns in Deutschland statt. Allein in den Hitradio RTL Sachsencharts stand Rag'n'Bone Man mit seiner Single “Human” ein ganzes Vierteljahr auf Platz 1.

Im Dezember wurde er mit dem Kritikerpreis der Brit Awards ausgezeichnet, jetzt kommt die Karriere von Rag'n'Bone Man also auch in seiner englischen Heimat in die Gänge. Pünktlich dazu ist sein Album fertig, das den selben Titel trägt wie sein erster Hit: “Human”. Darauf zeigt Rag'n'Bone Man, dass deutlich mehr in ihm steckt als nur ein Hit. Echte Instrumente, echte Emotionen, eine Mischung aus Motown Soul, Blues, Hip Hop und Pop und eine Hammerstimme. “Human” könnte das Album werden, das Rag'n'Bone Man zu einem männlichen Gegenstück zu Adele werden lässt.