• Michael Schütze, Geschäftsführer der Verkehrsgesellschaft OSL mbH, zeigt das Herz des E-Ikarus.

Positives Fazit zum E-Bus-Test in Senftenberg

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Ende Oktober kam der Ikarus 120e City Pioneer, welcher als rein batterieelektrischer Bus mit zehn insgesamt 314 Kilowattstunden starken Batterien ausgestattet ist, zum Testbetrieb von Hoyerswerda nach Senftenberg. Bis Mitte November wurde er vorrangig im Senftenberger Stadtverkehr, aber auch im Regionalverkehr eingesetzt.

Generell könne man den Test positiv bewerten, so Michael Schütze, Geschäftsführer der Verkehrsgesellschaft Oberspreewald-Lausitz mbH. Auch die jeweiligen Fahrer seien gerade von der Beschleunigung bis 50 Kilometer pro Stunde sehr angetan, was gerade den Einsatz im Stadtverkehr bei den vielen Haltestellen effektiver mache.

Eine gesamte Kilometerlaufleistung ist noch nicht bekannt. Der längste Umlauf im Regionalverkehr wurde mit 230 Kilometern bei einer Außentemperatur zwischen 5 und 10 Grad Celsius absolviert. Danach kam der E-Bus mit circa 30 Prozent Restenergie ins Depot zurück. „Der Testbetrieb des Ikarus-Elektrobusses habe gezeigt, dass wir viele unserer Fahrzeugumläufe auch bei nicht idealen Witterungsbedingungen elektrisch fahren können“, zeigt sich Michael Schütze zufrieden. Zur anfallenden Ladezeit konnte keine abschließende Bewertung vorgenommen werden, da nur eine mobile Ladestation mit 20 Kilowatt Ladeleistung zur Verfügung stand.

Bei den Fahrgästen kam die Laufruhe im Bus, aber auch bei der An- und Abfahrt an der Haltestelle gut an. Viele ältere Fahrgäste nahmen die Marke positiv wahr, die sie aus der DDR-Zeit bestens kannten.

Für das kommende Jahr seien weitere Tests mit anderen Herstellern geplant. Der Ikarus 120e City Pioneer ist zu weiteren Tests zurzeit im Landkreis Potsdam Mittelmark unterwegs.