• Thomas Knabel beim Warnstreik letzte Woche vor dem VW-Werkstor in Mosel. (c) Ralph Köhler/ propicture/ Archiv

Pilotabschluss - IG Metall will für Sachsen nachverhandeln

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Die Zwickauer IG Metall hat den Tarifabschluss für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg begrüßt. Demnach sollen die Arbeiter 4,3 Prozent mehr Lohn bekommen und die Wochen-Arbeitszeit auf 28 Stunden reduzieren können.

Der 1. Bevollmächtige der IG Metall Zwickau, Thomas Knabel, ist dafür, diesen Abschluss auch für Sachsen zu übernehmen. Man müsse aber darüber sprechen, die Arbeitszeit im Osten der im Westen anzugleichen, sagte er uns.

Die Ost-Arbeitgeber lehnen das weiter ab. "Der Osten braucht diesen Wettbewerbsvorteil weiterhin. Die längere Arbeitszeit muss bleiben", sagte Gesamtmetall-Präsident Rainer Dulger am Dienstag nach dem
Pilot-Abschluss von Stuttgart. 

Die Metaller im Westen arbeiten pro Woche drei Stunden weniger. Ein Streik der IG Metall zur Erzwingung der 35-Stunden-Woche im Osten war 2003 gescheitert. 

 

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Thomas Knabel will für Sachsen mehr erreichen