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Partnerschaft und Familie: Das ist den Menschen in Sachsen wichtig

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Die Ehe hat für viele Menschen in Deutschland immer noch einen sehr hohen Stellenwert und bleibt das oberste Ziel, wenn es um das Zusammenleben mit einem Partner bzw. einer Partnerin geht. Dies gilt für die gesamte Bundesrepublik, also auch für ostdeutsche Bundesländer wie etwa Sachsen. Ob die Ehe dann letztlich auch kirchlich geschlossen wird oder nur standesamtlich, ist dann eine andere Frage.

Zahl der Eheschließungen seit 2012

Ruft man die Statistik zu Hilfe, so sieht man anhand der seit 2012 in Sachsen registrierten Eheschließungen, dass diese Zahl von 18.348 im Jahre 2012 auf 20.568 im Jahr 2018 angestiegen ist. Zugegeben, zwischenzeitlich (im Jahr 2014) lag die Zahl niedriger, aber der Trend nach oben ist zu erkennen. Befragt man Heiratswillige in Sachsen, dann kristallisieren sich neben dem starken Wunsch nach einer offiziellen Bindung zwei Trends heraus, nämlich:

  • kirchlich zu heiraten, weil die Zeremonie so würdevoll ist und zu einer großen Feier einfach dazu gehört
  • sich nur standesamtlich trauen zu lassen, weil man nicht religiös ist und zudem durch eine kleine Feier Kosten sparen möchte

Obwohl gerade in den ostdeutschen Bundesländern und auch Sachsen die wirtschaftliche Lage nicht so gut ist, wie etwa in Bayern oder Baden-Württemberg, möchte ein großer Teil der heiratswilligen Paare an diesem Tag keine Abstriche machen und nimmt zum Teil hohe Kredite auf, um die Hochzeit zu finanzieren.

Viele Paare gehen in eine andere Richtung und suchen nach Möglichkeiten, mehr selbst in die Hand zu nehmen, ohne ihren schönsten Tag des Lebens durch übertriebene Sparmaßnahmen zu ruinieren. Es gibt tatsächlich Wege, wie man die Kosten für eine Hochzeitsfeier durch die Reduzierung der Gäste, die richtige Auswahl der Location oder eine selbstgebackene Hochzeitstorte auf unter 1.500 Euro senken kann und dennoch seine Traumhochzeit feiern kann.

Große oder kleine Hochzeit – es kommt auf das Umfeld an

Wer heiratet, der muss sich früher oder später fragen, ob er eine große Hochzeit mit zahlreichen Gästen, einer großzügigen Location, einem eigenen DJ und der obligatorischen mehrstöckigen Hochzeitstorte bevorzugt, oder ob es auch eine eher schlichte Feier im engsten Familien- und Freundeskreis ohne viel Aufwand tut. Für eine aufwendige Hochzeitsfeier können schnell 10.000 Euro oder mehr anfallen, eine obere Grenze gibt es nicht. Mit den bereits beschriebenen Maßnahmen lässt sich aber auch eine sehr schöne und vor allem günstige Feier organisieren. Den Ausschlag für die zu treffende Entscheidung gibt in erster Linie die finanzielle Situation, die im Bundesland Sachsen eine andere ist, als die in Bayern oder Niedersachsen. Etwas, das ebenfalls großen Einfluss hat, ist das familiäre Umfeld, aus dem das Brautpaar stammt. Hier spielt vor allem das Zusammengehörigkeitsgefühl eine wesentliche Rolle. Einer Großfamilie zu erklären, dass man viele der Verwandten nicht einlädt, weil man lieber eine kleinere Feier möchte, kann zu Unverständnis und Streit führen. Der unsichtbare Druck für eine große Hochzeitsfeier ist groß. Stammen die Partner aus eher kleinen Familien mit wenigen Mitgliedern, lässt sich die Entscheidung für eine kleine Feier deutlich stressfreier vermitteln.

Das erwarten Sachsen von ihren Partnerinnen und Partnern

In Sachsen erwarten die Menschen nichts anderes von ihren Partnerinnen oder Partnern, als in anderen Bundesländern. Wer eine Beziehung eingeht, der hat natürlich bestimmte Dinge im Kopf, die er in Form einer Erwartungshaltung in der Partnerschaft verbalisiert. Vor allem die folgenden Erwartungen sind in einer Partnerschaft ganz normal:

  • wahrhafte Liebe
  • offene Kommunikation
  • stetige Ehrlichkeit/Offenheit
  • gezeigte Nähe/Zärtlichkeit/Sexualität
  • entgegengebrachtes Vertrauen
  • unbedingter Respekt
  • dauerhafte Treue
  • größtmögliche Loyalität
  • stetige Unterstützung
  • gewährte Freiheiten
  • hohe Sicherheit in finanzieller Hinsicht

Die hier genannten Eigenschaften kann man durchaus als grundlegende Erwartungen bezeichnen, ohne die eine Partnerschaft nicht von Dauer sein wird. Gerade, wenn eine Beziehung scheitert, entbrennen zwischen den ehemaligen Partnern sehr häufig rechtliche Streitigkeiten bezüglich der finanziellen Sicherheit.

Kinderwunsch in Sachsen – rückläufige Geburtenrate

Die Geburtenstatistik für das Bundesland Sachsen zeigt, dass die Zahl der Neugeborenen in den letzten Jahren zurückgegangen ist. Wurden 2016 noch 37.941 Kinder geboren, so waren es 2018 mit 35.890 etwa 2.000 Kinder weniger, die in Sachsen das Licht der Welt erblickten. Obwohl der Kinderwunsch auch in Sachsen groß ist, was sich unter anderem an einer steigenden Zahl künstlicher Befruchtungen (2017 wurden 1.594 künstliche Befruchtungen vom Bundesland Sachsen bezuschusst) ablesen lässt, zählten 2018 insgesamt 4.987 von ihnen zu den Leidtragenden von Ehescheidungen. Wenn sich zeigt, dass eine Partnerschaft nicht funktioniert, dann sind zudem sehr oft Auseinandersetzungen wegen vorhandener Kinder zu erwarten. Dabei geht es dann um das Sorgerecht, den Unterhalt für den Nachwuchs oder die zukünftige Absicherung der Kinder durch die Eltern. Beispielsweise gibt es Gerichtsurteile zur Auskunftspflicht zu Sparbüchern für den Nachwuchs, wenn sie gemeinsam angelegt wurden. All diese Themen gehören zu einer Beziehung dazu, auch bei Partnerschaften in Sachsen.


Erziehung der Kinder – gut geplant ist halb erzogen

Ein Thema, das in Beziehungen sehr häufig auftaucht, ist das der Kindererziehung in all ihren Facetten. Sobald ein Kind geboren wird, verändert sich der Alltag für die Eltern grundlegend. Das beginnt mit der Notwendigkeit, den neugeborenen Nachwuchs rund um die Uhr zu versorgen und endet mit der Überlegung, wie man seinen Kindern ein gutes Leben ermöglicht. Vor allem, wenn das Kind noch nicht alleine daheimbleiben kann, muss man sich als Paar überlegen, wer denn das Geld verdienen und wer beim Kind bleiben soll. Bisher war das meist die Mutter, aber durch die Elternzeit besteht inzwischen auch die Möglichkeit, dass der Vater sich um das Kind kümmert, während die Mutter arbeiten geht. Hier zeigt sich die Veränderung der Geschlechterrollen, die zunehmend auch in Beziehungen zum Tragen kommt. Bei diesem Thema sollten die Partner unbedingt miteinander im Gespräch bleiben, denn fehlende Kommunikation führt schnell zu Missverständnissen und Unzufriedenheit.

Traum vom Eigenheim – Wunsch nach den eigenen vier Wänden

Dass es den Wunsch nach einem Eigenheim auch in Sachsen gibt, zeigt sich beispielsweise an verschiedenen Förderprogrammen, die vom Bundesland oder auch von großen Städten wie Leipzig aufgelegt wurden und werden. Dabei wird hauptsächlich neuer, selbstgenutzter Wohnraum gefördert und nicht so sehr gewerbliche Bauvorhaben. Ein Eigenheim zu bauen und seiner Familie einen sicheren Ort zu bieten, haben vor allem viele junge Familienväter. Dafür sind sie bereit, einen Kredit aufzunehmen und sich bezüglich der Baufinanzierung in die Hand der kreditgebenden Bank zu geben. Zwar ist die Zahl derer, die ein Eigenheim errichten oder sich Wohneigentum kaufen, in den letzten Jahren rückläufig. Allerdings tragen die sehr niedrigen Bauzinsen dazu bei, dass viele erneut überlegen, ein solches Projekt anzugehen.


Gemeinsam die Welt kennenlernen

Wie bei Paaren aus anderen Regionen, so wünschen sich natürlich auch sächsische Paare gemeinsame Reisen. Vor allem am Beginn einer Beziehung können gemeinsame Touren dazu beitragen, sich besser kennenzulernen. Für viele Paare ist das reisen auch ein gemeinsames Hobby und so wird unter Umständen die Familienplanung erst einmal aufgeschoben, um miteinander die Welt bereisen zu können. Auch in Sachsen muss man als Paar meist über einen längeren Zeitraum hinweg Geld sparen, um sich eine Reise an weiter entfernte Orte leisten zu können. Die ordentliche wirtschaftliche Situation des Bundeslandes trägt hier dazu bei, dass dies in vielen Fällen funktioniert. Stehen bei jungen, frisch verliebten Paaren eher romantische Touren, partylastige Strandurlaube oder Abenteuerreisen im Fokus, so legen ältere Paare beispielsweise Wert auf kulturell wertvolle Städtereisen. Dass die Sachsen das reisen schätzen zeigt die Tatsache, dass sie jedes Jahr knapp 10 Milliarden Euro dafür ausgeben. Das bedeutet, dass jeder Sachse durchschnittlich etwa 2.400 Euro pro Jahr in Reisen investiert bzw. dass jedes Paar ungefähr 4.800 Euro ausgibt.

Berufliche Unabhängigkeit zu zweit – Paare als Gründer

Ein Wunsch, der auch bei Paaren in Sachsen vorhanden ist, ist der nach einer beruflichen Unabhängigkeit und damit verbundenem Wohlstand. Das Bundesland bietet hier durch ein eigenes „Modellprojekt Gründerförderung“ tatsächlich sehr gute Voraussetzungen und wird nicht umsonst als erstklassiger Gründungsstandort bezeichnet. Diese Bezeichnung verdient Sachsen vor allem, weil die dafür notwendige Infrastruktur mit Hightech-Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Hochschulen vorhanden ist. Gerade für junge Menschen, die nicht nur miteinander arbeiten, sondern auch ihr privates Leben teilen, können diese Voraussetzungen der Einstieg in eine erfolgreiche Zukunft sein. Hier fließen die private und berufliche Planung der Zukunft ineinander.