• Ronny Hoyer (links im Bild) und Markus Füchtner - mit ihrem Willhelm. Füchtner hat ihn gebaut, Hoyer nahm ihn auf die ersten Reisen mit.

ISS-Start verschoben - Seiffen feiert am Sonntag trotzdem

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Autor: mit dpa

Der deutsche Astronaut Matthias Maurer kann nicht wie geplant am Sonntag zur Internationalen Raumstation ISS fliegen. Grund sind zu schlechte Wetterverhältnisse. Der Start vom Weltraumbahnhof in Cape Canaveral in Florida wurde auf Mittwoch verschoben. Das teilte die NASA mit. Mit Maurer soll erstmals seit drei Jahren wieder ein deutscher Astronaut ins All fliegen.

Die Verspätung der Astronauten hat auch Konsequenzen für Reisenussknacker Wilhelm aus Seiffen. Seit August schon ist der an Bord der internationalen Raumstation, verstaut im Gepäck von Matthias Maurer. Auf seine Begegnung mit dem Astronauten muss er nun länger warten.

Nichtsdestotrotz feiert das Spielzeugdorf Seiffen den ersten Nussknacker im All. Der Sonntag stehe unter dem Motto «Wilhelm der Nussknacker erwartet ihn schon auf der ISS», sagte «Purple Path»-Kurator Alexander Ochs am Samstag. Statt des Livestreams vom Start der Mission «Cosmic Kiss» in Cape Canaveral (Florida) werde nun das Video gezeigt, wie der Nussknacker Ende August mit dem Raumschiff Dragon CRS-23 gen ISS abhob - im Gepäck von Maurer.

Wilhelm, zwölf Zentimeter groß und 29 Gramm leicht, hat als «Reisenussknacker» schon 40 Länder auf der Erde «besucht». Nun soll er im Zuge des Projekts «Purple Path» auch im Orbit auf die Macher-Tradition und den kreativen Erfindergeist in der Kunsthandwerker-Region verweisen. Der Kunst- und Kulturpfad wird von Chemnitz, der Kulturhauptstadt Europas 2025, durch mehr als 30 Orte im Umland führen, Identitäten und Zeiten zusammenbringen.