NSU-Prozess: Mitangeklagter André E. aus Zwickau in Gewahrsam

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  • André E. wurde vom Gericht­saal ins Gefängnis München-Stadel­heim gebracht. (c) Redak­tion

Im NSU-Prozess in München hat die Bundes­an­walt­schaft am Dienstag zwölf Jahre Haft für den Mitan­ge­klagten André E. aus Zwickau gefor­dert, der Vorsit­zende Richter Manfred Götzl ließ ihn daraufhin in Gewahrsam nehmen. Den für Mittwoch geplanten Prozess­termin sagte Götzl ab.

André E. war bisher ein freier Mann. Am 3. September war er auf einer Demo der rechts­ex­tremen Split­ter­partei „Der III. Weg“ in Neupla­nitz gesehen worden.

Die Bundes­an­walt­schaft bezeichnet E. als loyalsten Helfer des „Natio­nal­so­zia­lis­ti­schen Unter­grunds“. Er soll Beihilfe zum Bomben­an­schlag auf ein Lebens­mit­tel­ge­schäft in der Probstei­gasse in Köln geleistet haben, indem er das Wohnmobil mietete, mit dem die Täter nach Köln fuhren.

Für Beate Zschäpe beantragte der Bundes­an­walt lebens­lang. (mit dpa)