• Sterne der Zwerg­ga­laxie NGC 5949 funkeln in einer undatierten Aufnahme des Hubbles-Weltraum­te­le­skopes die die Nasa zur Verfü­gung stellt. Ein Neujäh­riger aus New Jersey hat sich bei der US-Raumfahrt­be­hörde Nasa um einen Job beworben. Foto: Esa/Hubble/Nasa

Neunjähriger bewirbt sich auf Nasa-Job

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Washington (dpa) - Wenn ein Viert­klässler davon träumt, eines Tages als Astro­naut oder bei der US-Raumfahrt­be­hörde Nasa zu arbeiten, liest sich das beispiels­weise so: «Ich mag neun Jahre alt sein, aber ich denke, ich wäre für den Beruf geeignet. Ich habe fast alle Space- und Alien-Filme gesehen.»

Die Sätze stammen von Jack Davis aus New Jersey, neun Jahre alt. Mit dem Brief bewarb er sich auf eine echte Stellen­aus­schrei­bung der Nasa - eine schrift­liche Antwort samt Anruf aus Washington war die Reaktion.

«Plane­tary Protec­tion Officer» nennt sich die Position für eine Festan­stel­lung, die Nasa winkt dabei mit einem Jahres­ge­halt zwischen 124 000 und 187 000 Dollar (159 000 Euro). Der «Plane­ten­be­schützer» soll vor allem verhin­dern, dass As­tro­nauten von ihren Flügen biolo­gi­sche Schad­stoffe zurück auf die Erde bringen oder diese auf ihren Einsätzen mit ins All nehmen. Erfor­der­lich sind für den Job unter anderem ein höherer Abschluss in Mathe­matik, Natur- oder Ingenieur­wis­sen­schaften.

Jack Davis hielt das nicht ab. Immerhin kenne er die Fernseh­serie um die Marvel-Geheim­dienst­or­ga­ni­sa­tion S.H.I.E.L.D., die gegen paranor­male und überna­tür­liche Bedro­hungen kämpft. Und er habe vor, bald den Film «Men in Black» (mit Will Smith) zu sehen. Außerdem behaupte seine Schwester, dass er selbst ein Außer­ir­di­scher sei. «Ich bin jung, also kann ich lernen, wie ein Außer­ir­di­scher zu denken», schrieb Davis. Seinen einsei­tigen, mit Bleistift verfassten Brief von vergan­gener Woche unter­zeich­nete er mit der Grußformel: «Herzlich, Jack Davis, Guardian of the Galaxy, Vierte Klasse.»

Bald darauf flatterte ihm ein Brief ins Haus. Absender: National Aeronau­tics and Space Adminis­tra­tion, kurz Nasa, Haupt­quar­tier in Washington. «Ich höre, dass du ein "Guardian of the Galaxy' bist und dich dafür inter­es­sierst, Offizier für Plane­ten­be­wa­chung der Nasa zu werden. Das ist großartig!», schrieb James Green, der bei der Nasa die Abtei­lung für Plane­ten­wis­sen­schaften leitet. Vergeben konnte er den Job an Davis nicht - motivieren wollte er den Jungen trotzdem.

Die Position, für die laut Stellen­aus­schrei­bung häufige Reisen erfor­der­lich sein könnten, bezeich­nete Green in seinem Brief als «sehr cool und sehr wichtige Arbeit». Es gehe darum, die Erde vor mögli­chen Mikroben zu schützen, wenn Astro­nauten Proben vom Mond, Astero­iden oder dem Mars mitbringen. Zugleich müssten andere Planeten und Monde bei mensch­li­chen Reisen durch das Sonnen­system vor «unseren Keimen» bewahrt werden. Als Bonus bekam Davis dann sogar noch einen Glück­wunsch-Anruf von Forschungs­di­rektor Jonathan Rall.

Die Nasa setzt viel darauf, Kinder und Jugend­liche für Wissen­schaft und Themen rund um die Raumfahrt zu begeis­tern. Es gehe um die «nächste Genera­tion der Entde­cker», sagte Green später über seine Antwort, in der er Davis dazu anspornte, in der Schule aufzu­passen und fleißig zu lernen. «Betrachten Sie es als Unter­stüt­zung der Schwer­kraft - ein Schub, der die Laufbahn eines Menschen und unseren Fußab­druck im Universum auf positive Weise und für immer beein­flussen könnte.»

Stellenausschreibung

Nasa zu Davis' Brief