Neue Corona-Regeln: Gemischte Gefühle in der Oberlausitz

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In Sachsen tritt am Freitag die neue Corona-Schutz-Verordnung in Kraft. Damit werden auch in der Oberlausitz die Zügel gelockert. Einerseits ist im Kultur- und Freizeitbereich wieder mehr möglich – andererseits gelten zum Beispiel in der Gastronomie einige neue Auflagen. Das stößt in der Region auf ein geteiltes Echo.

Über zwei Monate ging zum Beispiel bei Theatern, Kinos und anderen Freizeiteinrichtungen nichts mehr. Nun steht am Wochenende in vielen Häusern der Neustart auf dem Plan – so auch in Bautzen - das deutsch sorbische Volkstheater ist startklar, sagte uns Intendant Lutz Hillmann. "Wir haben den Kessel nicht ganz ausgehen lassen. Wir haben vor und nach Weihnachten weiterhin Inszenierungen geprobt, sodass wir wieder nahtlos anfangen können." Problematisch sei allerdings die „Rückfalloption“ in der neuen Verordnung, bei einer hohen Klinikauslasttung – man könne ein Theater nicht wie ein Schalter an und ausschalten – so Hillmann. Auch das Publikum werde so verunsichert.

Auch bei den Sportvereinen gibt es wieder Grund zur Hoffnung. Mit der neuen Verordnung können wieder zahlreiche Sportler in den Trainingsbetrieb einsteigen. Ein erster Schritt, sagte uns der Geschäftsführer des Kreissportbunds Oberlausitz Marko Weber Schönherr. Man sehe die aktuelle Situation als Zwischenstation. Trotz aller Auflagen seien die Vereine froh, nach der Zwangspause wieder durchstarten zu können.

Kritik wird dagegen in der Gastronomie laut. Hier gilt ab Freitag die 2G-Plus Regel. Viele Lokale bleiben geschlossen. Für die Wirte rechnet es sich nicht. Zwar dürfen die Wirte bis 22 Uhr öffnen, doch zugleich bleibt Gästen ohne Auffrischungsimpfung der Zugang ohne Test verwehrt. Ohnehin ist der Januar ein umsatzschwacher Monat. Nur wenige ziehen durch.

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Reporter Toni Herrmann