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Nach Feuer keine Hinweise zu Brandstiftung auf Baustelle in Leipzig

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Nach dem Großfeuer auf einer Baustelle in Leipzig hat die Polizei noch keine konkreten Hinweise zu den Brandstiftern. Die Auswertung von Spuren und Zeugenbefragungen sei in vollem Gange, sagte Tom Bernhardt, Sprecher des Landeskriminalamtes (LKA), am Freitag. In «Würdigung der Gesamtumstände» werde weiterhin eine politische Motivation in Betracht gezogen. Das Polizeiliche Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrum des LKA ermittelt.

Innenminister Roland Wöller (CDU) sah am Freitag eine neue Dimension der Gewalt erreicht: «Ich bin entsetzt, mit welcher kriminellen Energie die Täter den Anschlag geplant und durchgeführt haben. Dabei wurde nicht nur bewusst ein erheblicher Sachschaden in Millionenhöhe in Kauf genommen, sondern auch die Gesundheit und sogar das Leben von Menschen aufs Spiel gesetzt.» Sowohl Anwohner als auch Rettungskräfte seien bei dem Anschlag einer großen Gefahr ausgesetzt gewesen. Ein linksextremistischer Hintergrund der Tat ist nicht auszuschließen.

In der Nacht zum Donnerstag waren auf der Baustelle am ehemaligen technischen Rathaus drei Autokräne in Flammen aufgegangen. Zudem ereigneten sich mehrere Explosionen und Verpuffungen. Die Polizei geht von Brandstiftung aus. Das frühere Bürogebäude wird derzeit zu einem Wohnhaus umgebaut. Es entstand ein Millionenschaden.

Auf welche Weise die großen Kräne angezündet wurden, konnte der LKA-Sprecher noch nicht sagen. Die Polizei werde sich mit Angaben dazu aber ohnehin zurückhalten, denn das sei Täterwissen, sagte Bernhardt. Auch mögliche Zeugen sollen nicht von Informationen aus den Medien beeinflusst werden. (dpa)