Mutmaßlicher IS-Gefährder steht in Zwickau vor Gericht

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Zwickau -

Unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen hat am Zwickauer Amtsgericht der Prozess gegen ein mutmaßliches Mitglied der Terrormiliz IS begonnen. Der Marokkaner Abderrahman D. muss sich wegen Urkundenfälschung, unerlaubten Aufenthalts und Anleiten zur Begehung einer schweren staatsgefährdenden Straftat verantworten.

Soweit die juristischen Fachbegriffe. Wenn man sich näher damit beschäftigt, könnte der 29-Jährige tatsächlich einen Selbstmordanschlag in Deutschland geplant haben. Dafür spricht z.B. dass er sich eine PDF-Datei mit entsprechender Anleitung auf sein Handy geladen hat. Laut Anklage warb er für den Heiligen Krieg, forderte Gleichgesinnte zum Kampf gegen Ungläubige auf.

Der Mann, der 23 Nationalitäten besitzen soll, wohnte im Asylheim in Werdau. Nachdem im August 2017 sein Asylantrag abgelehnt wurde, tauchte er unter. Fünf Monate später wurde er in Leipzig festgenommen.

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Gerichtssprecherin Sibylle Peters erklärt den Anklagepunkt "Anleiten zur Begehung einer schweren staatsgefährdenden Straftat"